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Polizei meldet Ermittlungserfolg: Bande falscher Polizisten festgenommen


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Wie die Staatsanwaltschaften Osnabrück und Koblenz zusammen mit der Polizei in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilen, hat es einen Schlag gegen international agierende Callcenter-Betrüger gegeben. In diesem Zusammenhang gab es mehrere  Wohnungsdurchsuchungen und Festnahmen.

Regelmäßig warnen wir vor Betrug, bei dem sich Kriminelle als Polizisten ausgeben. Wie die Staatsanwaltschaften Osnabrück und Koblenz nun in einer Presseerklärung mitteilten, gab es einen Schlag gegen ein kriminelles Netzwerk, dem mehr als 70 Mitglieder angehörten. Bei zahlreichen Durchsuchungen in Deutschland und der Türkei wurden mehrere Personen festgenommen. Es konnten auch mehrere hochwertige Fahrzeuge, Schmuck und Bargeld in fünfstelliger Höhe sichergestellt werden. Auch die Maßnahmen der türkischen Sicherheitskräfte waren ein Erfolg. 

In den türkischen Städten Antalya und Istanbul wurde zeitgleich zu den Aktionen in Deutschland durchsucht. Ziel waren hier Wohnungen und zwei Callcenter. Bei den mehr als 20 Durchsuchungen wurden bislang 24 Personen festgenommen. Unter den Festgenommenen sollen sich nach ersten Erkenntnissen auch die mutmaßlichen Drahtzieher der Bande befinden. Auch hier wurde Bargeld und sogar eine Schusswaffe gefunden. 

Die Ermittlungen werden nun weitergeführt und das sichergestellte Beweismaterial ausgewertet. Bisher werden der Bande in zwei großen Ermittlungsverfahren über 100 Betrugsfälle in 10 Bundesländern zur Last gelegt. Der Schaden wird derzeit auf über drei Millionen Euro geschätzt. In vielen Fällen blieb es nur beim Versuch. Aber auch hier beläuft sich die Schadenssumme auf über eine Millionen Euro, die die Betrüger glücklicherweise nicht ergaunern konnten.

Wie lief der Betrug mit den falschen Polizisten ab?

Seit mehreren Monaten haben wir immer wieder von Betrug berichtet, der durch falsche Polizisten begangen wurde. Bei den verschiedenen Maschen ergaunerten die Kriminellen vorwiegend Schmuck und Bargeld. Auch von dem Diebstahl von Autos durch falsche Polizisten haben wir bereits berichtet. Dabei hatten es die Betrüger vorwiegend auf ältere Menschen abgesehen. Wie die Ermittlungsergebnisse zeigen, waren sie damit leider sehr erfolgreich.

In den meisten Fällen begann der Betrug mit einem Anruf eines falschen Polizisten. In den Gesprächen wurden unterschiedliche Geschichten und Szenarien dargestellt. Diese sollten die Opfer glauben lassen, dass Ihr Erspartes in Gefahr sei. Ein Polizeibeamter wurde bei den Opfern angekündigt, der die Wertsachen und das Geld zur sicheren Aufbewahrung in der Dienststelle abholen würde. In vielen Fällen glaubten die Opfer an die Geschichte und händigten Schmuck und Geld an die Betrüger aus.

Die Anrufe der falschen Polizisten kamen nach ersten Erkenntnissen auch aus Callcentern in der Türkei. Mit technischen Mitteln wurden die bei den Opfern angezeigten Telefonnummern manipuliert (Spoofing). Dadurch mussten sie annehmen, dass die echte Polizei anruft. Die Täter gingen sogar so weit, dass sie sich als Notrufzentrale der Polizei ausgaben und einen gefälschten Anruf dem Opfer als echt bestätigten. 

Wie können Sie sich vor solchen Betrügern schützen?

Neben der Aufklärung, die sehr wichtig ist, gibt es noch ein paar Dinge, die Sie beachten können. Wie schon erwähnt, werden  vorwiegend ältere Menschen zum Opfer der Betrüger. Sie kennen sich meist mit der neuen Technik nicht so aus und sind zudem oft leichtgläubig. Das zeigen auch die vielen Berichte über den Betrug mit dem Enkeltrick, bei dem Senioren regelmäßig viel Geld verlieren.

Sprechen Sie also in der Familie oder im Kreis Ihrer Bekannten über solche Maschen. Bieten Sie Ihre Hilfe an. Um nicht selbst Opfer dieser Masche zu werden, sollten Sie vor dem Anruf der 110 immer erst auflegen oder das Telefonat per Taste beenden. Als Alternative können Sie auch ein zweites Gerät nehmen, um den Notruf zu wählen. Erst dann sind Sie sicher, dass Sie auch tatsächlich die echte Polizei an Ohr haben.

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