Desinfektionsmittel alle? – Alternativen für wirksame Handhygiene


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Die Coronakrise hat dazu geführt, dass in so ziemlich allen Geschäften das Desinfektionsmittel ausverkauft ist. Doch wie sollen Sie sich nun schützen? Ökotest hat veröffentlicht, welche wirksamen Alternativen es für die Handhygiene noch gibt.

In Zeiten von SARS-CoV-2 sieht es in den Regalen der Supermärkte an mehreren Stellen leer aus. Nicht nur das Klopapier wird bei den Deutschen gehortet. Auch das Desinfektionsmittel ist meist ausverkauft. Dabei wird gerade jetzt erklärt, wie wichtig die Handhygiene ist. Und das eine gründliche Desinfektion unerlässlich ist. Deshalb hat die WHO auch veröffentlicht, wie man Desinfektionsmittel selber herstellen kann. Und die Bundesregierung hat erlassen, dass Apotheker Desinfektionsmittel selber herstellen dürfen.

Andererseits finden sich im Netz aber auch Tipps, die weniger sinnvoll sind. So raten wir beispielsweise dringend davon ab, Desinfektionsmittel zu konsumieren. Das hilft auf keinen Fall die Krankheit Covid-19 fernzuhalten. Besser sind da schon wieder die Tipps, wie Sie Ihre Waschmaschine und damit auch die Wäsche richtig sauber bekommen. Doch was sollen Sie nun machen, wenn die Desinfektion ausverkauft ist und Sie vor den leeren Regalen stehen. Gibt es Alternativen? Ja, es gibt Alternativen für eine wirksame Handhygiene. Diese Tipps gibt Ökotest:

Intensive Hände-Hygiene: Händewaschen mit Seife

Die Desinfektion der Hände ist laut Experten nur dann sinnvoll, wenn Sie keine Möglichkeit haben, sich die Hände gründlich zu waschen beziehungsweise Sie mit immungeschwächten oder infektionsanfälligen Personen im Haushalt leben. 

Deswegen sollte es im privaten Bereich in den meisten Haushalten ausreichen, sich gründlich die Hände mit Wasser und Seife zu waschen. Behüllte Viren, dazu zählt auch das Coronavirus, können die in der Seife enthaltenen Tensiden nicht ausstehen und werden daher bei gründlichem Händewaschen inaktiviert, zumindest aber abgewaschen.

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Wie funktioniert richtiges Händewaschen?

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Damit die Viren auch wirklich getötet beziehungsweise abgewaschen werden, sollten Sie beim Händewaschen ein paar Regeln befolgen:

  • Die Hände mindestens 20 Sekunden lang mit lauwarmen Wasser und Seife einseifen. Vergessen Sie dabei nicht die Handinnnenflächen, den Bereich zwischen den Fingern und die Handoberfläche.
  • Anschließend die Hände mit klarem Wasser abspülen und gut abtrocknen.
  • Die Handtücher sollten Sie dabei regelmäßig wechseln.
  • Sollten Sie sich auswärts die Hände waschen, verzichten Sie auf die Handtrockner. Diese stehen in Verdacht, Viren, Keime und Bakterien durch die Luft zu schleudern.

Apropos Keimschleudern: wussten Sie, dass auch Kosmetikprodukte zu Keimschleudern werden können?

Wichtig ist, dass Sie auch mit Ihren Kindern das richtige und gründliche Händewaschen üben. In der Regel sollte das kein Problem sein, da Kinder doch gerne mit Wasser und Seife spielen. 

Desinfektion in Gesundheitsberufen notwendig

In den Gesundheitsberufen ist die Desinfektion allerdings unumgänglich und auch die gesündere Variante für die Hände. Denn würden Pfleger und Krankenschwestern sowie Ärzte die Hände so oft und gründlich mit Seife waschen müssen, wären wohl Hauterkrankungen die Folge. Zudem ist die Handdesinfektion im Klinikalltag wesentlich effizienter.


Hochprozentige Desinfektion

Um gegen das Coronavirus zu wirken, müssen Desinfektionsmittel einen entsprechend hohen Gehalt an Ethanol oder Propanol aufweisen. Bei beiden Mitteln handelt es sich um Alkohole. Alkohole schädigen die Hülle und das Erbgut von Viren. Da Sie diese Mittel derzeit aber kaum bekommen, gibt es eine Alternative.

Steigen Sie um auf starke Spirituosen. Diese sollten allerdings nur die Notlösung sein. Das heißt, hochprozentiger Trinkalkohol kann genauso gut als Desinfektionsmittel genutzt werden. Allerdings riechen Sie dann nach Alkohol. Für unterwegs wäre dies eine gute Notlösung. Zu Hause ist das gründliche Händewaschen definitiv vorzuziehen.

Melissengeist als Alternative

Melissengeist ist nur was für ältere Menschen? In Zeiten von Corona nicht mehr. Das Haumittel enthält meist deutlich über 60 Prozent Ethanol. Damit ist es auch wirksam gegen Viren. Im Gegensatz zu den Spirituosen ist Melissengeist für die äußere Anwendung empfohlen. 

Und ganz praktisch: Melissengeist dürfte in den meisten Drogerien und Apotheken noch vorhanden sein.


Desinfektion für Reiche

Auch Kölnisch Wasser kommt als Desinfektion in Frage. Je nach Hersteller liegt der Alkoholgehalt zwischen 70 bis 85 Prozent. Das reicht völlig aus, um die Viren unschädlich zu machen. Allerdings ist Kölnisch Wasser so teuer, dass es wohl für die wenigsten als echte Alternative in Frage kommt.

Was gibt es bei den alternativen Desinfektionsmitteln zu beachten?

Ganz wichtig ist, dass Sie darauf achten, dass Ihre Haut nicht austrocknet. Trockene Hände sind wieder anfälliger für Viren und andere Keime. Deswegen sollten Sie nach einer gründlichen Desinfektion oder dem Händewaschen eine Handcreme bereit haben. Cremen Sie Ihre Hände regelmäßig ein.

Wichtig ist auch, dass Sie zuhause keine Desinfektionsmittel hamstern. Diese werden gerade jetzt in der Coronakrise in den Gesundheitseinrichtungen viel dringender gebraucht. Haben Sie also zu viel daheim, melden Sie sich gern bei Einrichtungen in Ihrer Nähe, die auf die Desinfektionsmittel angewiesen sind. 

Antibakterielle Produkte reichen nicht aus, um die Viren an den Händen zu töten. Denn diese enthalten nicht genügend Alkohol. Handgele und Reinigungstücher sind daher in der Regel unwirksam. Bakterien werden damit zwar in Schach gehalten, gefährliche Viren, wie das Coronavirus allerdings nicht.

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Hände richtig desinfizieren – aber wie?

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Damit die Desinfektion an den Händen auch wirkt, sollten Sie gewisse Regeln einhalten:

  • Vor des Desinfektion sollten die Hände auf jeden Fall trocken sein.
  • Anschließend müssen Sie die Hände vollständig mit dem Desinfektionsmittel benetzen und diese gründlich verteilen. Handrücken, die Räume zwischen den Fingern , Handgelenke und Fingernägel nicht vergessen.
  • Nun müssen Sie noch die Einwirkzeit einhalten. Ansonsten stellt sich kein Schutz ein. In der Regel reichen 30 Sekunden aus.
  • Für die Hände beziehungsweise den Körper sollten Sie nur Desinfektion nutzen, welche dafür geeignet ist. Flächendesinfektion hat am Körper nichts zu suchen.

Quelle: oekotest.de

Wie desinfizieren Sie sich?

Halten Sie sich an die hier beschriebenen Regeln oder haben Sie eigene Rituale zur Desinfektion entwickelt? Wir sind auf Ihre Tipps, Hinweise und Ratschläge gespannt. Diese können Sie gern in den Kommentaren unter dem Artikel hinterlassen.




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