Fake News, Trolle, Social Bots – 10 Tipps, um nicht drauf reinzufallen

Video vom Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz


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Das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz hat in einem Film sehr schön über die Gefahren von Manipulation und Radikaliserung in Sozialen Medien (Internet) berichtet. Dabei spielen vor allem die Begriffe Fake News, Trolle und Social Bots eine Rolle.

Das Internet ist voll von sozialen Medien wie Facebook, Instagram und Co., die vor allem durch Jugendliche und teils auch Kinder genutzt werden. Es bietet gute Möglichkeiten, sich untereinander zu vernetzen, Beiträge und Inhalte zu teilen und Medien zu konsumieren.

Auch Nachrichten verbreiten sich über die sozialen Medien wie ein Lauffeuer. Je schlimmer die News sind, desto schneller ist die Verbreitung. Das Gleiche Prinzip trifft auch auf politische Äußerungen zu. Gerade unter Jugendlichen werden die sozialen Netzwerke als wichtige Kanäle zum Austausch von Informationen genutzt. Doch zu oft wird nicht darüber nachgedacht, was geteilt wird.

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Wo ist das Problem mit den sozialen Medien?

Doch Extremisten oder fremde Nachrichtendienste versuchen genau diese Plattform ebenfalls für sich zu nutzen und verbreiten Fake News, und über Trolle und Social Bots auch Propaganda und Hetze im World Wide Web und vor allem in den sozialen Netzwerken. Dabei wird versucht, die Menge von einer bestimmten Meinung (meist gegen die amtierende Regierung) zu beeinflussen und zu überzeugen.

Doch für Falschinformationen sind nicht nur Extremisten, Geheimdienste oder Regierungen verantwortlich. Mancher Hoax entsteht aus reinem Spaß und wird massenhaft verbreitet. Beispiele dafür sind die Todesmeldungen bestimmter Promis wie Dieter Bohlen oder Mario Barth. Wobei diese Meldungen schon wieder grenzwertig sind. denn unter Umständen tun sich fanatische Fans aufgrund der Falschmeldung etwas an.

In einigen anderen Fällen geht es einfach nur um das liebe Geld, wie beispielsweise bei dubiosen Gewinnspielen auf Facebook. Auch die kopierten Profile auf Facebook haben es am Ende auf das Geld Ihrer Freunde abgesehen.

Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz klärt auf

Das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, mit dem Film „10 Tipps wie du dich nicht verarschen lässt“ über die Gefahren der Manipulation und Radikalisierung in sozialen Medien aufzuklären.

Nichts ist schlimmer, als wenn wir jede Meldung für gegeben hinnehmen und nicht hinterfragen. Doch leider ist dieses Phänomen nur all zu oft erkennbar. Kettenbriefe auf WhatsApp oder Facebook werden einfach weiter geteilt. Über den Inhalt denken viele nicht nach. Nur so kommt es dazu, dass vor Freundschaftsanfragen von Fabrizio Brambilla und anderen gewarnt wird. Doch der Inhalt der Nachricht ist völliger Quatsch.

Nur durch umsichtiges Verhalten gelangen Sie nicht in die virtuellen Fänge der Extremisten, in Kettenbrief-Fallen oder fallen auf Todesmeldungen diverser Promis herein. Hinterfragen Sie, was Sie lesen. Kann das wirklich sein oder könnte es sich hier um falsche Panikmache, manipulative Meinungen oder Fake-News handeln?

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10 Tipps um nicht auf Fake News, Trolle, Social Bots reinzufallen

In seinem Video erklärt das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz, was Sie tun können, um nicht auf Fake News, Trolle und Social Bots hereinzufallen. Und wir können uns diesen Tipps nur anschließen. Wenn Sie die folgenden Punkte beachten, sind Sie für das Internet und die sozialen Medien gewappnet.

  1. Gehirn einschalten
    Denken Sie vor dem Teilen einer Nachricht über diese nach. Haben Sie Zweifel, ob diese Meldung stimmen kann? Dann sollten Sie erst einmal auf das Teilen verzichten. Prüfen Sie nach. Recherchieren Sie, was an der Meldung dran ist.
  2. Trolle adé
    Gehen Sie nicht auf provozierende Meinungen ein. Geben Sie den Trollen kein Futter. Auch wenn es schwer fällt: Ignorieren Sie die Personen, welche Sie am meisten Ärgern. Jede Reaktion ist weitere Futter für die Trolle.
  3. Trollarmeen
    Es gibt Trolle, die lassen sich für die Beeinflussung von Meinungen bezahlen. Bestimmte Personen und Gruppen werden absichtlich ins schlechte Licht gerückt. Doch auch hier gilt es, die Meinungen nicht hinzunehmen, sondern zu hinterfragen. Suchen Sie nach vertrauenswürdigen Quellen.
  4. Gesundes Misstrauen
    Politische Extremisten wollen Sie mit extremen Inhalten und Falschmeldungen locken. Liken Sie diese Beiträge nicht einfach. Sondern machen Sie den Check, ob es sich um einen Fake handelt.
  5. Bilder können lügen
    Auch Bilder und Videos werden durch Trolle bearbeitet und stellen plötzlich einen ganz anderen Zusammenhang dar. Meistens eben leider nicht positiv. Zeigt das Originalbild noch einen tollen Sternenhimmel, stürzt auf dem bearbeiteten Foto plötzlich ein riesiger Meteorit auf die Erde. Trauen Sie nicht allem, was Sie sehen.
  6. Social Bots
    Diese Computerprogramme spucken Hasskommentare aus und versuchen politische Stimmung zu machen. Hier können Sie prüfen, ob derjenige viele Follower hat oder nur einige wenige und trotzdem wie ein Verrückter postet. Zu welchem Thema postet er? Immer wieder zum gleichen Thema?
  7. Nicht beirren lassen
    Die Bots wollen Sie mit erfundenen Katastrophen-Meldungen durcheinander bringen. Denken Sie immer daran, dass manche die Technik benutzen, um Sie in Ihrer Meinung zu beeinflussen.
  8. Meldungen vornehmen
    In einer Demokratie darf jeder frei seine Meinung äußern. Doch sollte eine Nachricht einmal besonders extrem sein, dann dürfen Sie diese ruhig melden. 
  9. Social Media vorsichtig nutzen
    In sozialen Netzwerken sind Sie auch mit Menschen verbunden, die Sie nicht oder nicht gut kennen. Seien Sie vorsichtig, mit dem was Sie posten. Lassen Sie sich nicht in Debatten verstricken, in denen man Sie provozieren möchte.
  10. Lassen Sie sich nicht verarschen
    Und hier kommen wir wieder zum ersten Punkt. Lassen Sie sich von FakeNews, Trollen und Social Bots nicht veralbern. Das geht aber nur, wenn Sie aktiv über das nachdenken, was Sie sehen, lesen und hören.

Haben Sie diese Tipps schon gesehen?


Definition der Begriffe Fake News, Trolle, Social Bots

Unter anderem spielen in dem vom Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz veröffentlichten Film die Begriffe Fake News, Trolle und Social Bots eine große Rolle. Damit Sie wissen, wovon bei den Begriffen die Rede ist, bekommen Sie im Anschluss die Definition:

Fake News
Fake News sind Falschinformationen, die absichtlich im Internet und in sozialen Netzwerken verbreitet werden. Hinter Fake News können betrügerische und finanzielle Absichten stecken – etwa zur Erzielung von Online-Reichweiten und Werbeeinnahmen. Problematisch für den demokratischen Diskurs- und Informationsprozess werden Fake News vor allem dann, wenn sie von Extremisten oder ausländischen Nachrichtendiensten gezielt dazu genutzt werden, um die öffentliche Meinung zu manipulieren und aufzuwiegeln.

 

Trolle
Als Trolle werden Personen bezeichnet, die Debatten- und Kommentarfunktionen von Online-Medien dazu nutzen, um zu provozieren, zu beleidigen und zu hetzen. Dies geschieht oft unter der Verwendung falscher Identitäten, mit sogenannten Fake-Accounts. Gerade der Einsatz von sogenannten „Troll-Armeen“ – also koordinierten Propaganda- und Provokationsaktionen, die von mehreren menschlichen Trollen ausgeführt werden – kann das politische Meinungs- und Diskussionsklima in den sozialen Medien vergiften und demokratischen Kommunikationsprozessen Schaden zufügen.

 

Social Bots
Social Bots sind Computerprogramme, die eingesetzt werden, um automatisiert Inhalte und Nachrichten zu erzeugen und in Umlauf zu bringen. Außerdem simulieren sie die menschliche Kommunikation in sozialen Netzwerken. Die Social Bots werden vielfältig eingesetzt, etwa auch zu Marketingzwecken oder für die Kundenkommunikation von Unternehmen. Bots dienen aber auch zur strategischen Beeinflussung und computergestützten Propaganda in sozialen Netzwerken. Beispielsweise kann durch das durch Social Bots generierte zahlreiche „Liken“ oder „Teilen“ einer Meldung oder Meinungsäußerung ein Meinungsklima simuliert werden, das nicht der Realität entspricht, das jedoch die politische Wahrnehmung und damit letzten Endes auch die politische Einstellung von Internetnutzern beeinflussen kann.

Auch andere Webseiten wie mimikama.at haben es sich auf die Flagge geschrieben, Fake News aufzudecken und darüber zu berichten.

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