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Zertifikate: Wetten am Finanzmarkt – nur für Profis geeignet


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Auf dem Markt gibt es verschiedene Typen im Bereich der Zertifikate und die Unterschiede sind groß, so dass Laien es nicht leicht haben. Damit Sie eine bessere Entscheidung treffen können, haben wir alle wichtigen Punkte zu den Zertifikaten zusammengefasst. Auch über die Risiken und Kosten können Sie sich hier informieren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei den Zertifikaten handelt es sich eigentlich um Wetten, aber die Rahmenbedingungen sind von Zertifikat zu Zertifikat sehr unterschiedlich.
  • Rechnen Sie mit Gebühren, wenn Sie sich für den Kauf eines Zertifikats entscheiden.
  • Beachten Sie, dass bei allen Zertifikaten Risiken auftreten können.

Das Zertifikat ist rechtlich gesehen eine Inhaberschuldverschreibung und kann mit einer Anleihe verglichen werden. Also handelt es sich bei den Zertifikaten um Derivate (abgeleitete Produkte).

Derivat heißt, dass das gekaufte Wertpapier keine direkte Investition in einem Wert darstellt und das bedeutet, Sie kaufen mit einer Investition keine Aktienfondsanteile oder Rohstoffe. Die Funktion eines Derivates ist, dass sie sich an dem Basiswert orientiert und davon abgeleitet wird. Allerdings ohne selbst Anteile zu kaufen. Im Grunde bilden die Zertifikate also nur eine Entwicklung nach.

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Was ist eigentlich ein Zertifikat?

Bei einem Zertifikat handelt es sich eigentlich um Wetten. 

Stellen Sie sich einfach vor, dass Sie einer Bank einen bestimmten Betrag als Wetteinsatz geben. Dabei bestimmten Sie die Wette und das kann sehr unterschiedlich sein. Sie können zum Beispiel darauf wetten, dass der Goldpreis steigt. Sie bekommen Ihr Kapital am Ende der Laufzeit zurück und erhalten einen vorher vereinbaren Prozentsatz als Zinsen, wenn der Fall eintrifft.

Sollten Sie sich allerdings getäuscht haben und der Goldpreis steigt nicht, dann erhalten Sie auch keine Erträge und bekommen nur das eingesetzte Kapital oder einen Teil davon zurück. Bei den Zertifikaten funktioniert es nach dem gleichen Prinzip. Sie schließen eine Wette mit einem Unternehmen ab, welches der Herausgeber des Zertifikats ist.

Je nach Zertifikat sind die Rahmenbedingungen sehr unterschiedlich, aber bei den meisten Zertifikaten handelt es sich um Papiere, die eine feste Laufzeit von mehreren Jahren haben. Am Ende der Laufzeit erhalten Sie Ihr Kapital zurück und bekommen im besten Fall sogar Zinsen. Sie haben aber auch die Möglichkeit die Zertifikate auf einem Zweitmarkt zu verkaufen und das sogar während der Laufzeit.

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Die vielfältige Welt der Zertifikate

Es gibt verschiedene Möglichkeiten wie Zertifikate gestrickt sein können, denn sie unterscheiden sich nicht nur im Bereich der Risiken, sondern auch anhand des Wetteinsatzes. Dabei richtet sich jedes Zertifikat an einen Basiswert und das können beispielsweise Rohstoffe wie Gold sein. Sie können aber auch Zertifikate auf einzelne Aktien oder Aktienindizes setzen.

Sie können sogar auf Währungen, Fonds, Rentenindizes und andere Basiswerte wetten, sogar bei exotischen Basiswerten besteht diese Möglichkeit. Es gibt auch Zertifikate auf Emissionsrechte und somit wird deutlich, dass das Zertifikat von einem bestimmten Basiswert abgeleitet wird. Aber nicht nur der Basiswert ist entscheiden, sondern auch die Art des Zertifikats. Teilweise unterscheiden sich die Funktionsweisen sehr stark und das bedeutet, dass die Chancen, aber auch die Risiken sehr unterschiedlich sind.

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Die wichtigen Zertifikate

Die Zertifikate unterscheiden sich nach dem Basiswert und der Struktur. Es gibt wichtige Fragen, die Ihnen helfen können die einzelnen Arten zu unterscheiden.

  • An welchem Basiswert orientiert sich das Zertifikat?
  • Ist die Wertentwicklung entscheidend für die Entwicklung des Zertifikats?
  • Wie ist der Aufbau des Zertifikats?
  • Wie funktioniert das Zertifikat?
  • Welche Chancen und Risiken sind unter verschiedenen Bedingungen möglich?

Die Index-Zertifikate

Bei den Indexzertifikaten bezieht sich das Zertifikat auf einen Index wie einem Rentenindex. Es handelt sich dabei entweder um einen Preisindex oder einen Performance-Indiz. Das erste zeichnet sich durch die Kursentwicklung nach Abzug der Dividendenzahlungen nach und bei dem zweiten handelt es sich um die Dividendenzahlung nach Entwicklung.

Die Emittenten haben die Möglichkeit eigene Indizes zusammenzustellen und können dann Zertifikate rausgeben. Allerdings befinden sich die meisten Zertifikate auf die bekanntesten Aktienindizes.

Die Basket-Zertifikate

Die Basket-Zertifikate sind einzelne Aktien oder Indizes, die in einem Korb zusammengefasst werden. Im Grunde funktionieren diese Zertifikate wie Indexzertifikate. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass die Emittenten die Gewichtung mit der Zeit verändern, aber diese Veränderungen müssen vereinbart werden.

Aus diesem Grund sollten Sie sich die individuellen Vereinbarungen, aber auch das Emissionsprospekt sehr genau anschauen, bevor Sie ein Zertifikat kaufen.

Die Einzelwert-Zertifikate

Die Einzelwert-Zertifikate haben nur einen einzigen Wert als Basiswert und das kann entweder ein Rohstoff oder eine Aktie sein. Die Struktur dieser Zertifikate kann unterschiedlich sein, denn es gibt auch Bonus- oder Expresszertifikate.

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Zertifikate und deren Strukturen

Grundsätzlich werden die Zertifikate nach dem Basiswert unterschieden, so dass eine Unterscheidung leicht möglich ist. 

Deutlich komplizierter wird es bei dem Blick auf die einzelnen Strukturen der Zertifikate, denn es gibt fast nichts, was es nicht gibt. Wir haben Ihnen einen kleinen Überblick zusammengestellt.

Die Kapitalschutz-Zertifikate

Der Kapitalschutz kann bei den unterschiedlichen Formen der Zertifikate als Zusatz vorhanden sein und das bedeutet, dass nicht nur die linearen Zertifikate, sondern auch die strukturieren Zertifikate einen Kapitalschutz haben könnten. Kapitalschutz ist hilfreich für Sie als Anleger, denn er garantiert die Rückzahlung Ihres Kapitals nach Ablauf der Laufzeit. Der Kapitalschutz greift auch dann, wenn andere Bonusregelungen oder Zusatzerträge nicht zum Tragen kommen.

Aber Achtung, denn der Kapitalschutz wird immer nur durch den Herausgeber des Zertifikats gewährleitet und nicht von einer dritten Partei. Der Kapitalschutz schützt Sie nicht vor einem Verlust, wenn der Herausgeber insolvent wird. Er bezieht sich nur auf die ungünstige Entwicklung des Basiswertes.

Die Discounter-Zertifikate

Bei den Discounter-Zertifikaten handelt es sich um Zertifikate mit einer festen Laufzeit. Normalerweise liegt der Kaufpreis unterhalb des Basiswertes und aus dem Grund kommt auch der Name Discount zum Tragen. Sie können unterschiedliche Summen am Ende der Laufzeit erhalten und die Höhe richtet sich danach wie hoch der Basiswert an einem Stichtag ist. Liegt die Summe höher als der eingesetzte Geldbetrag, dann erhalten Sie einen Gewinn. Allerdings ist der Gewinn begrenzt und wird als „Cap“ bezeichnet. Sie erhalten den Betrag zurück, wenn Sie den „Cap“ erreichen oder überschreiten. Ist der Basiswert noch niedriger, dann erhalten Sie den Preis zum Laufzeitende zurück oder einen im Vorfeld festgelegten Geldbetrag.

Der Unterschied zu anderen Investitionen liegt darin, dass die Gewinnspanne gedeckelt ist und dann spielt auch der Basiswert am Ende keine Rolle mehr. Es fließen zudem auch keine Dividenden, aber dafür zahlen Sie einen deutlich niedrigeren Preis als der Basiswert. Das Verlustrisiko ist also deutlich geringer, denn der Kaufpreis liegt ja schon unter dem Basiswert.

Die Aktienanleihen

Wie der Name der Aktienanleihen schon vermuten lässt, handelt es sich auch hier um Zertifikate. Der Basiswert ist eine Aktie und Sie erhalten entweder einen festgelegten Zinssatz auf das eingesetzte Kapital oder Sie bekommen Aktien. Genauso verhält es sich mit Ihrem eingesetzten Kapital. Wenn die Aktie am Ende der Laufzeit einen bestimmten Wert hat oder darüber liegt, dann können Sie entweder eine Barauszahlung erhalten oder Sie kaufen neue Aktien. Unterschreiten Sie diese Schwelle, dann liefert Ihnen die Bank eine festgelegte Anzahl von Aktien und die kommen dann in Ihr Depot.

Die linearen Zertifikate

Die einfachste Form der Zertifikate sind die linearen Zertifikate, weil sie sich nur nach der Entwicklung des Basiswertes richten. Sie haben in vielen Fällen nicht einmal eine Laufzeitbegrenzung. Der Preis für ein solches Zertifikat richtet sich nach dem Basiswert und dabei spielt es keine Rolle, ob es um den Verkauf oder den Kauf geht. Sie nehmen direkt an der Entwicklung des Basiswertes teil und erwerben selber keine Anteile.

Die Bonus-Zertifikate

Bei den Bonuszertifikaten wird eine bestimmte Laufzeit festgelegt und auch eine Art Barriere. Die Barriere darf während der Laufzeit nicht erreicht oder überschritten werden. Kommt es trotzdem dazu, dann muss der Wert des Basiswertes zurückgezahlt werden. Theoretisch gesehen sind hohe Bonuszahlungen möglich, wenn der Basiswert in die Höhe entwickelt. Wichtig ist dabei immer, dass der Basiswert die untere Barriere nicht während der Laufzeit erreicht. In der Regel wird meist eine Barriere nach oben und eine Barriere nach unten festgelegt und der Bonus wird immer dann ausgezahlt, wenn die Wertentwicklung sind innerhalb eines bestimmten Intervalls bewegt. In diesem Fall sprechen Experten von einer Seitwärtsentwicklung des Basiswertes.

Die Express-Zertifikate

Bei den Express-Zertifikaten gibt es vorzeitige Möglichkeiten zur Rückzahlungen und die sich können unter Umständen auch auf die Laufzeit auswirken. In der Regel gibt es einen Stichtag und an diesem Tag muss das Zertifikat zurückgegeben werden. Das Zertifikat kann einen Gewinn erreichen, auch wenn am Stichtag der bestimmte Schwellenwert nicht unterschritten ist. Liegt der Basiswert darunter, dann sollten Sie das Zertifikat behalten und bis zum nächsten Stichtag warten. Die Laufzeit sollten Sie so abwarten und wenn der Basiswert unter der Barriere liegt, dann richtet sich die Rückzahlungshöhe nach dem Basiswert, so dass die Rückzahlung auch deutlich geringer ausfallen kann. Der Kapitalschutz greift in der Regel, wenn am Ende der Laufzeit die Barriere nicht unterschritten wird und dann erhalten Sie zumindest Ihr eingesetztes Kapital zurück.

Die Hebel-Zertifikate

Die Bewegungen des Basiswertes werden prozentual verstärkt, denn dass ist die Hebelwirkung der Zertifikate. Beim Kauf eines solchen Zertifikats zahlen Sie meist einen deutlich niedrigeren Preis als der Basiswert und wenn der Basiswert sich nach oben oder unten bewegt, dann kann es zu einem hohen Gewinn, aber auch einem hohen Verlust kommen. Eine Erhöhung des Basiswertes um 2% kann schon einen Werterhöhung von 20% bedeuten und somit sind die Gewinnchancen bei den Zertifikaten sehr viel höher als bei den anderen Arten. Aber das gilt natürlich auch bei dem Verlust.

Die meisten Hebel-Zertifikate sind mit einer Knock-Out-Schwelle ausgestattet, wobei der Begriff Knock-Out-Zertifikat deutlich bekannter ist. Das Knock-Out-Ergebnis ist eingetreten, wenn der gewisse Basiswert als Schwelle erreicht ist. Es gibt Zertifikate, bei denen ein Verfall eintritt und dann kein Wert mehr vorhanden ist. Andere haben eine zusätzliche Vereinbarung, so dass ein Restwert vorhanden ist.

Sie können nicht nur auf den steigenden Kurs eines Basiswertes wetten, sondern auch auf den fallenden Kurs.

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Kosten und Gebühren

Sie müssen mit den nachfolgenden Kosten und Gebühren rechnen. 

Ausgabeaufschlag

Banken bieten Zertifikate nicht ohne Grund aktiv zum Kauf an und einer der häufigsten Gründe ist, dass sie für den Verkauf einen Ausgabeaufschlag bekommen. In der Regel fällt der Ausgabeaufschlag immer dann an, wenn ein Anleger das gewünschte Zertifikat direkt bei der Emission kauft. Es gibt keinen Ausgabeaufschlag, wenn Sie das Zertifikat über die Börse, also dem Zweitmarkt kaufen.

Eine weitere gängige Praxis ist, dass der Emittent an die Bank eine Vertriebsprovision zahlen muss, aber diese wird nicht getrennt vom Kaufpreis ausgewiesen.

Börsengebühren

Der Handel mit Zertifikaten an der Börse ist nicht kostenlos, denn wenn Sie ein Zertifikat über die Börse ordern, dann stellt Ihnen die Bank eine Ordergebühr in Rechnung. In der Regel setzt sich diese Gebühr aus einer Grundgebühr und einem variablen Teil zusammen, so dass die Börsengebühren unterschiedlich hoch sein können. Sie orientieren sich meist nach dem eingesetzten Kapital.

Handelsspanne

Beim Börsenhandel mit Zertifikaten verdienen auch die Emittenten. Damit ein stetiger Handel möglich ist, verpflichten sich die Emittenten normalerweise die laufenden Kurse für die herausgegebenen Zertifikate zu stellen. Aber die Emittenten sind nicht bereit, ein Zertifikat zum gleichen Kurs zu kaufen wie es verkauft wird. Sie stellen die Kurse so, dass sie beim Ankauf einen deutlich niedrigeren Kurs zahlen und beim Verkauf einen höheren Kurs bekommen. Hierbei wird von der Geld-Brief-Spanne gesprochen oder von der Handelsspanne. In der Regel kostet es den Anleger oft nur Zehntel-Prozentpunkte, aber sie können auch deutlich höher ausfallen.

laufende Verwaltungsgebühren

Eine laufende Verwaltungsgebühr wird in der Regel bei Zertifikaten mit unbegrenzter Laufzeit fällig. Zu den klassischen Beispielen gehören die linearen Zertifikate oder die rollierenden Discounter-Zertifikate. Gelegentlich kommen auch indirekte Verwaltungsgebühren und manchmal sogar erfolgsabhängige Gebühren zum Tragen. Im schlimmsten Fall werden Anleger also gleich dreimal zur Kasse gebeten, denn sie zahlen nicht nur die Verwaltungsgebühr für das Zertifikat, sondern auch eine laufende Verwaltungsführt und wenn Sie einen Fondsmanager haben, dann sogar eine erfolgsabhängige Vergütung. Diese Zahlungen können Ihre Rendite verringern.

sonstige Kosten

Allerdings ist es mit diesen Kosten noch nicht getan, denn es kommen noch weitere versteckte Kosten dazu. Sie müssen manchmal sogar auf die Dividenden-Auszahlung verzichten, wenn Sie direkt in ein Zertifikat investiert haben, dem Aktien zu Grunde liegen. Die Emittenten nutzen die Dividenden dann zur Kostendeckung oder zur Gewinnspannenerhöhung.

Es gibt auch Zertifikate, die gegen Währungsschwankungen abgesichert sind und das sind die Quanto-Zertifikate. Aber eine solche Absicherung ist nicht kostenfrei und die Höhe hängt von den Schwankungen der Fremdwährung zum Euro ab. Aber sie kann auch von der Willkür des Herausgebers abhängig sein.

Das Emittentenrisiko kostet den Anleger bares Geld, aber normalerweise sorgt ein höheres Risiko am Ende auch für einen höheren Ertrag. Bei den Renditen von klassischen Unternehmensanteilen ist das zum Beispiel der Fall, denn hier müssen schlechte Schuldner deutlich höhere Zinsen zahlen als die guten Schuldner. Aus dem Grund muss es bei den Zertifikaten auch heißen, dass Papiere mit einer niedrigen Bonität billiger sind als Papiere mit einer höheren Kreditwürdigkeit. Für die Anleger sind die Preise für Zertifikate kaum nachzuvollziehen, denn die Preise werden von den Emittenten selber festgesetzt. Die Anleger von Zertifikaten gehen oft ein sehr hohes Risiko ein und werden dafür nicht angemessen entschädigt.

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Die allgemeinen Risiken

Bei allen Zertifikaten können Risiken auftreten und dazu gehören nicht nur die Risiken, die für Wertpapieranlagen sowieso gelten, sondern auch solche die Aktien und Anleihen betreffen.

Die allgemeine Konjunktur spielt dabei eine sehr große Rolle, aber auch psychologische Effekte und die Marktentwicklung. Sie sollten zudem immer im Hinterkopf haben, dass die Nebenkosten schwanken und da kommt ein weiteres Risiko. Die Kosten für die Rendite werden geschmälert.

Emittentenrisiko

Bekannt ist das Emittentenrisiko nach dem Crash der Lehman Brothers. Das Unternehmen, welches das Zertifikat herausgibt wird als Emittent bezeichnet. In der Regel handelt es sich um die Bank und die Bank bekommt das angelegte Kapital. Die Bank muss das Kapital nach einer festgelegten Laufzeit wieder an den Anleger zurückzahlen, aber es kommt vor, dass der Emittent insolvent wird. Ein Beispiel sind Lehman Brothers, dann trägt der Anleger den Schaden und das Kapital ist weg. Erst nach einem langen Insolvenzverfahren können Sie als Anleger Ansprüche geltend machen. Allerdings ist die Chance sehr gering, dass Sie Ihr Kapital wiederbekommen, denn bei den Zertifikaten handelt es sich um Inhaberschuldverschreibungen und somit um nachrangige Posten.

Sogar das Unternehmen dessen Wertpapiere dem Zertifikat zugrunde liegen, kann zahlungsunfähig werden und dann tritt der gleiche Effekt ein, so dass das angelegte Kapital komplett weg ist.

Kursänderungsrisiko

Die Zertifikate beziehen sich immer auf den Basiswert und dieser kann natürlich auch schwanken. Wenn der Basiswert sich ändern, dann ändert sich also auch der Wert des Zertifikats. Das kann zu empfindlichen Verlusten führen, wenn der Basiswert sinkt. Unter Umständen können die Kursschwankungen nach unten nicht mehr wett gemacht werden, wenn der untere Schwellenwert schon erreicht wurde. Dann haben Sie auch nicht mehr die Möglichkeit von einem steigenden Basiswert zu profitieren. Ein stark schwankender Basiswert stellt also ein sehr hohes Risiko dar, wenn die unteren Grenzen dadurch schneller erreicht werden können.

Liquiditätsrisiko

In der Regel legen Sie Ihr Kapital für einen bestimmten Zeitraum an und in dieser Zeit ist das Kapital gebunden. Sie stehen vor einem großen Problem, wenn Sie innerhalb der Laufzeit das Kapital erhalten möchten, denn Sie können das Zertifikat nicht einfach zu schnell verfügbarem Kapital machen. Sie müssen das Zertifikat im Notfall über den Zweitmarkt verkaufen, wenn die Laufzeit noch lange nicht zu Ende ist oder kein anderer Ausstiegstermin in Sicht ist. Das Nachsehen haben Sie, wenn zu diesem Zeitpunkt keine Nachfrage besteht.

Ein Zertifikat ist nicht die richtige Anlage für Sie, wenn Sie sich nicht sicher sind, dass Sie das Kapital für die gesamte Laufzeit nicht brauchen.

Korrelationsrisiko

Die Preisentwicklung des Zertifikats wird von vielen Faktoren beeinflusst und dazu gehört die Änderung des Zinsniveaus, einbehaltene Dividenden, eventuelle Wechselkursrisiken oder auf die Markterwartung. Diese Faktoren sorgen dafür, dass der Basiswert nicht der Wertentwicklung entspricht und stark abweichen kann. Das Korrelationsrisiko lässt sich im Vorfeld nicht kalkulieren.

Wertverlustrisiko

Sie haben sich für den Kauf eines Zertifikats entschieden, dann rechnen Sie auch damit, dass es zu einem Verlust kommen kann. Das Risiko für den Verlust tragen Sie nur nicht, wenn ein Kapitalschutz vorhanden ist. Aber auch bei einem Kapitalschutz müssen Sie vorsichtig sein, denn in der Regel kommt es bei einer schlechten Basiswertentwicklung nicht zu einem 100%-igen Kapitalschutz. Somit müssen Sie auch hier das Emittentenrisiko beachten und in den meisten Fällen zählt der Kapitalschutz nur am Ende der Laufzeit.

Risiko der Basiswertlieferung

Das Basiswertrisiko ist mit dem Wertverfallsrisiko gleich zu setzen, denn wenn der Basiswert sich nicht gut entwickelt, dann kommt es oft zu einem Verlust und es wird nur der Basiswert am Ende der Laufzeit geliefert. Aus dem Grund ist es sehr wichtig, dass Sie wissen, dass Sie selbst am Ende nur den Einzelwert besitzen, wenn Sie Einzelwertaktien kaufen.

Währungsrisiko

Es gibt währungssichere und nicht währungssichere Produkte im Bereich der Zertifikate auf Basiswert von Fremdwährungen. Die Zertifikate mit einer Währungssicherheit sind auch unter dem Namen Quanto-Zertifikate bekannt und die Währungssicherheit wird im Hintergrund betrieben. Das kann zu internen Kosten und zu versteckten Gebühren führen. Bei den nicht währungssicheren Zertifikaten kann es beim Verkauf zu einem Währungschwankungsrisiko kommen.

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Die speziellen Risiken

Es gibt aber nicht nur die allgemeinen Risiken, die Sie bei den Zertifikaten beachten müssen, sondern auch zusätzliche Risiken. Sie werden als spezielle Risiken bezeichnet.

Kapitalverlustrisiko am Ende der Laufzeit

Am Ende der Laufzeit kann es bei Bonus-Zertifikaten oder Express-Zertifikaten zu einem Kapitalverlust kommen. Das ist dann der Fall, wenn es während der Laufzeit eine festgelegte Barriere erreicht wird. In diesem Fall erhalten Sie nur den Basiswert und dieser kann auch unter dem Kaufpreis des Zertifikats liegen.

Totalverlustrisiko durch Knock-Out

Ein besonderes großes Risiko bergen die sogenannten Hebel-Zertifikate, denn sie können einen Totalverlust bedeuten. Bei dem Hebel-Zertifikat greift die Knock-Out-Vereinbarung und sorgt für den Totalverlust, wenn ein bestimmtes Ereignis eintrifft. Ein Beispiel ist, wenn der Basiskurs unter einen bestimmten Wert fällt.

Risiko der Hebelwirkung

Die Hebel-Zertifikate haben ein sehr hohes Verlustrisiko, denn durch die Hebelwirkung kommt es zu Schwankungen im Basiswert und das wirkt sich verstärkend aus. Die Gewinnchancen bei Wertsteigerung erhöhen sich und Sie erkaufen sich höhere Risiken im Verlustbereich.

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Wer kauft Zertifikate?

Bei den Zertifikaten handelt es sich um sehr komplexe Produkte und deren Konstruktion ist meist schwer zu versehen.

Aus dem Grund sollten Sie als Anfänger auf die Zertifikate verzichten und sich eine andere Anlage suchen, denn Zertifikate eignen sich für professionelle und institutionelle Anleger. Sie sollten sich gut mit Basiswerten auskennen, das Risiko nicht scheuen und auch bereit sein, sich mit den Funktionsweisen der Zertifikate genau zu beschäftigen. Nur dann kommen sie für Sie als Anleger überhaupt in Frage.

Kaufen Sie nur, was Sie auch verstehen

Für jeden Anleger gilt in erster Linie ein Grundsatz, denn Sie sollten nichts kaufen, was Sie nicht zu 100% verstehen. Die Funktionsweise eines Produktes können und sollten Sie sich auch erklären lassen, wenn Sie es nicht verstehen.

Die Zertifikate können mitunter große Nachteile haben und dazu gehören die recht hohen Kosten. Sie können die Gewinne teilweise zunichte machen und zum anderen ist da das Emittentenrisiko. Im Vergleich zu anderen Wertpapieren werden diese Risiken nicht angemessen durch hohe Rendite ausgeglichen.

Bedenken Sie weiterhin, dass die Zertifikate sehr selten transparent sind und das zeigt sich gerade in Bezug auf die Funktionsweise, die Kosten und die Struktur. Der Kosten-Nutzen-Aspekt überzeugt nicht immer und aus dem Grund sollten Sie nach Anlagemöglichkeiten schauen, die günstiger sind. Die ETFs sind eine Möglichkeit.

Sollten Sie trotz der Nachteile die Entscheidung für den Kauf von Zertifikaten getroffen haben, dann richten Sie sich nach den folgenden Grundregeln.

Die Grundregeln bei den Zertifikaten

  • Das Kapital muss breit über verschiedene Produktklassen gestreut werden.
  • Achten Sie auf eine einfache Struktur, denn je einfacher die Struktur, desto verständlicher ist das Produkt. In der Regel spiegelt sich das auch im Preis wieder, denn nur die einfachen Produkte lassen sich gut vergleichen. Verzichten Sie auf den Kauf von exotischen Zertifikaten, denn sie sind sehr undurchsichtig. Lineare Zertifikate haben die einfachste Struktur, denn sie bilden den Basiswert 1:1 wieder. Auch die Discounter-Zertifikate sind standardisierte Produkte.
  • Sie wollen sich nicht mit dem Basiswert befassen, dann lassen Sie die Finger von Zertifikaten, die sich auf den Basiswert beziehen.
  • Nicht jedes Risiko lässt sich ausschalten, aber ein paar Möglichkeiten haben Sie. Achten Sie auf Garantie- oder Kapitalschutz-Zertifikate, denn Sie garantieren eine Rückzahlung zum Ende der Vertragslaufzeit. Allerdings gibt es solche Garantien nur gegen eine höhere Gebühr und die kann auch versteckt sein. Die Produkte werden dann aus Renditegesichtspunkten eher unattraktiv. Außerdem sollten Sie immer dran denken, das eine Garantie nur so gut ist wie der Garantiegeber.
  • Auch bei Garantieprodukten müssen Sie Verluste hinnehmen, wenn Sie schnell an Ihr Geld kommen müssen, denn dann müssen Sie das Zertifikat an der Börse verkaufen.
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Fragen & Antworten

FAQs zum Thema Zertifikate

1. Bietet sich ein Zertifikat für unerfahrene Anleger an?

In der Regel sollten Sie als unerfahrener Anleger nicht in Zertifikate investieren, denn Sie brauchen ein bisschen Wissen. Das Wissen müssen Sie sich erlesen und viele Informationen zusammentragen.

2. Welches Anlageprodukt bietet sich für Laien an?

Als Laie sollten Sie sich mit den ETFs beschäftigen, denn hier ist das Risiko nicht so hoch und die Transparenz ist deutlich höher.

3. Müssen Gebühren beim Kauf von Zertifikaten gezahlt werden?

Ja für den Kauf von Zertifikaten müssen Sie mit verschiedenen Gebühren rechnen. Die Gebühren unterscheiden sich anhand der Zertifikatsform und variieren sehr stark.

4. Wo kann man Zertifikate kaufen?

In der Regel können Sie Zertifikate bei der Bank kaufen, aber auch über einen Manager und an der Börse.

5. Wie hoch sind die Renditen bei Zertifikaten?

Die Rendite bei Zertifikaten sind unterschiedlich hoch und können nicht pauschal genannt werden. Hier sollten Sie sich die Informationsblätter der einzelnen Zertifikate genau anschauen und Vergleiche machen.

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Fazit

Bei den Zertifikaten handelt es sich eigentlich um Wetten, denn mit dem Kauf wetten Sie darauf, dass das Unternehmen entweder im Kurs steigt oder sinkt. Das ist aber nur eine einfache Ausdrucksweise, denn leider sind die verschiedenen Zertifikattypen nicht so durchsichtig. Aus dem Grund sollten Laien eher auf ETFs zurückgreifen und Zertifikate für Experten lassen.

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