DIY oder Handwerker? Verschönerungen im und am eigenen Heim


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Es gibt viele Gründe, um die Verschönerung des Eigenheims in die eigene Hand zu nehmen. Denn DIY (Do it yourself) ist preiswert und bietet viel Freiraum zur kreativen Gestaltung. Aber Vorsicht. Beim Heimwerken kann auch einiges schief gehen. Erhöhte Unfallgefahr, windige Konstruktionen, schlechte Materialverarbeitung – es gibt beim Heimwerken viele Tücken. Ist ein professioneller Handwerker also vielleicht doch besser? Wir klären auf.

Die Heimwerker-Szene erfreut sich gerade im Krisenjahr 2020 eines regen Zuwachses. Denn was gibt es Schöneres, als sich die Isolation durch Beschäftigungstherapie im Eigenheim etwas angenehmer zu gestalten? Immerhin hilft die körperliche Betätigung beim Abbau von Stress, Frust und mieser Laune. Und auch das Einfamilienhaus selbst kann dank kreativem Design mit persönlicher Note im Handumdrehen zum privaten Ort der Erholung werden.

Bleibt aber die Frage, ob sich DIY (Do it yourself) langfristig wirklich auszahlt. Kann man sich hier wirklich auf gute Ergebnisse verlassen? Wie sieht es mit den Kosten aus? Gibt es bestimmte Projekte, die man lieber dem Profi überlassen sollte? Ein kleiner Faktencheck.

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Heimwerker vs. Handwerker – was ist besser?

Die Frage, ob es DIY oder doch eher professionelle Handwerksarbeit sein sollte, lässt sich nicht pauschal beantworten. Sicher macht ein Alleingang in manchen Fällen keinen Sinn, wenn man ein Laie ist. Das gilt vor allem für umfassende Erneuerungsarbeiten an der Bausubstanz.

  • Dächer erneuern
  • Haustechnik austauschen
  • Kabel und Leitungen verlegen
  • Wände öffnen oder einreißen

Solche Arbeiten sind in den Händen eines erfahrenen Handwerkers oft besser aufgehoben, wenn man sich nicht auskennt. Einerseits ist das Unfallrisiko bei Arbeiten an Stromleitungen, Dächern oder auch tragenden Wänden nicht zu unterschätzen. Laut Statistik ereignen sich rund 300.000 Heimwerkerunfälle pro Jahr. Kein Wunder, bergen Baustellen in den eigenen vier Wänden doch eine erhöhte Verletzungs- und Sturzgefahr. Ein Profi aus dem Handwerk weiß hier meist genau, welche Sicherheitsvorkehrungen zu treffen sind und erspart Ihnen womöglich den Anruf beim Notarzt.

Andererseits besteht bei solch essenziellen Umbauarbeiten am Eigenheim auch immer das Risiko, einen gewaltigen Pfusch zu riskieren. Im Ernstfall wird hier keine Versicherung den entstandenen Schaden übernehmen, sofern er im Rahmen von DIY-Maßnahmen entstanden ist. Sind dagegen Handwerker an der Misere schuld, können Sie die Verantwortlichen dafür zur Rechenschaft ziehen.

Achtung: Nicht jeder, der sich als Handwerker ausgibt, ist auch wirklich ein Profi. Abzocke und unseriöse Angebote sind im Handwerksbereich nämlich leider weit verbreitet. Stellen Sie vor der Vergabe eines Auftrags also immer sicher, dass ein Handwerksunternehmen die nötigen Qualifikationen und gute Kundenbewertungen besitzt.

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Diese Arbeiten eignen sich zum Selbermachen

Es gibt viele Projekte, in denen DIY durchaus Sinn macht. Dabei geht es nicht nur um kreative Freiheit bei der Projektumsetzung. Auch in Bezug auf den Kostenfaktor entscheiden sich viele gerne für das Selbermachen. Verschönerungen am eigenen Heim, die Sie durchaus selbst in die Hand nehmen können, sind in diesem Zusammenhang zum Beispiel:

  • Gartenbau
  • Malerarbeiten
  • Möbelbau
  • Raumdesign
  • Tapezieren
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DIY-Spielplatz Grünanlage – Gartengestaltung in Eigenregie

Ein Ort, an dem sich Heimwerker immer wieder gerne austoben, ist der Garten. Dort gibt es auch allerhand zu tun. Beete und Gartenwege müssen angelegt, die Veranda gestrichen und Gartenhäuschen gebaut werden. Alle drei Arbeiten sind im Grunde auch ein gutes Beispiel für geeignete DIY-Projekte zum kleinen Preis. Denn bei einem Garten- und Landschaftsarchitekten kostet der Service meist extra, was den finalen Preis für ein Projekt schnell über die Materialbeschaffung hinaus ins Unermessliche steigen lässt.

Mit etwas Übung und Hilfe von Freunden gelingen Gartenprojekte in Eigenregie meist auch sehr gut. Für größere Vorhaben gibt es im Internet auch viele schöne Bauanleitungen. Wenn man weiß, worauf es ankommt, kann man sich nahezu alles selbst bauen. Sei es eine Pergola-Stützkonstruktion oder ein gezimmertes Hochbeet. Auch Gartenlauben oder -häuschen sind mit etwas Know-how schnell selbst gebaut. Wichtig ist, sich vorab gut im Baumarkt über notwendige Anstriche für den Außenbereich zu informieren, damit die Konstruktionen später auch wetterfest sind.

Informieren Sie sich vor dem Bau von Holzkonstruktionen für den Garten über robuste Holzarten. Nadelgehölze sind in der Regel sehr weich, weniger wetterfest und schimmeln leicht oder setzen schnell Bläue an. Sie sind deshalb für den DIY-Gartenbau eher weniger geeignet. Besser sind feste Laubgehölze wie Eiche oder Robinie.


Beim Möbelbau auf gute Materialverarbeitung achten

Gute Vorabinformationen einholen sollten Sie auch, wenn es um DIY-Möbel geht. Schon die Wahl des Baumarktes kann hier über Erfolg und Misserfolg eines Projektes entscheiden. Wir haben in der Vergangenheit schon des Öfteren vor zwielichtigen Fakeshops im Handwerksbereich gewarnt. Das Thema ist nach wie vor aktuell und gerade zu Zeiten von Corona, wo viele Heimwerker lieber online bestellen, wird mit Online Shops für Handwerker viel Schindluder getrieben.

Wenn Sie aber auf seriöse Anbieter setzen, klappen Materialbeschaffung und Möbelbau meist recht unkompliziert. Schleifen Sie Holzmöbel wie Tische oder Stühle vor dem Anstrich mit Beize, Farbe, Lasuren und Co. aber gut ab, damit die Oberfläche schön glatt und die Farbgebung gleichmäßig wird. Zur Verbindung einzelner Elemente sollten neben einem guten Leim auch Dübel oder Schrauben zum Einsatz kommen. Sie geben den Möbelstücken den nötigen Halt und verhindern, dass die DIY-Kunstwerke später unter größerer Belastung zusammenbrechen.

Was die Kosten anbelangt, sind DIY-Möbel meist wesentlich günstiger als kostspielige Designermöbel. Zudem sind der Kreativität bei Möbeln Marke Eigenbau kaum Grenzen gesetzt. Trendiges Möbeldesign lässt sich so zum kleinen Preis wunderbar selbst nachbauen. Sehr beliebt sind außerdem Recycling-Möbel wie Tische und Sitzmöbel aus Paletten, Holzkisten oder altem Lattenrost. Sie können ganz einfach und preiswert im DIY-Verfahren hergestellt werden.

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Wände als wertvolle Kreativflächen für Heimwerker

Ein weiteres beliebtes Heimwerker-Objekt sind im Eigenheim die Zimmerwände. Es gibt hier allerlei interessante Ideen zur Wandverschönerung. Unkompliziert sind in der Regel schlichte Wandanstriche und Wandtattoos. Auch mit Wanddekorationen lässt sich viel kreieren. Ein außergewöhnliches Foto in Szene gesetzt wirkt wahre Wunder auf die eigene Stimmung. Bilder vom letzten Urlaub oder die wunderschöne Aussicht einer Steilklippe oder vom Meer – das sind nur zwei von unzähligen Ideen. Etwas anspruchsvoller ist dagegen die Anbringung von Tapeten und Wandelementen zur Montage wie Regale oder Wandleuchten.

Das Bild der verrutschten und schlecht haftenden Tapete dürfte jedem bekannt sein. Sie zeigt auf, dass selbst das einfache Mischen von Kleister und das passgenaue Aufkleben von Tapeten Präzisionsarbeit für den Profi sein kann. Wer zum ersten Mal tapeziert, dem sei daher zumindest ein kleiner Crashkurs bei einem erfahrenen Tapezierer nahegelegt. Vor allem dann, wenn es sich um Motivtapeten handelt, lassen sich schöne Ergebnisse nur durch ausreichende Präzision garantieren. Es ist also Fingerspitzengefühl gefragt.

Sehr riskant kann auch die Montage von Wandregalen und Wandleuchten sein. In beiden Fällen muss vor der Anbringung erst einmal der Verlauf von Stromleitungen in der Wand überprüft werden. Ansonsten droht womöglich ein lebensgefährlicher Stromschlag. Wenn Sie sich mit den Leitungssystemen in Ihrem Eigenheim nicht auskennen, müssen Sie hier unbedingt mit einem fachkundigen Elektriker sprechen. Er besitzt für gewöhnlich einen sogenannten Leitungsfinder, mit dem sich die elektrischen Ströme in der Wand messen und die Lage von Stromleitungen sicher lokalisieren lassen. Alternativ können Sie entsprechende Messgeräte auch für den Privatgebrauch im Fachhandel kaufen.


Unfallschutz beim Heimwerken

Fernab der verschiedenen Schwierigkeitsstufen einzelner DIY-Projekte gelten mit Blick auf Sicherheitsmaßnahmen für jedes Vorhaben ein paar Grundregeln:

  • Tragen Sie beim Heimwerken stets angemessene Schutzkleidung. Schutzhandschuhe sind hier ebenso wichtig wie Schutzkleidung, Schutzbrillen und Schutzhelme. Gerade beim Bohren, Schweißen und Sägen ereignen sich die meisten Heimwerkerunfälle. Denken Sie also an ihre Unversehrtheit und beugen Sie vor.
  • Größere Baustellen im Eigenheim müssen immer ausreichend abgesichert werden. Beim Einreißen von Wänden sind Deckenstützen erforderlich. Arbeiten in großer Höhe erfordern stabilisierende Gerüste und sichere Arbeitsbühnen. Absperrbänder sind ergänzend im Außenbereich eine gute Möglichkeit, um Passanten vor herabfallenden Objekten und Funken zu schützen.
  • Heimwerker, die zuhause besonders viele DIY-Projekte realisieren, profitieren von einer guten Unfallversicherung. So sind Sie im Notfall finanziell abgesichert und bleiben nicht auf den Unfallkosten sitzen. Jedoch gilt auch hier: Informieren Sie sich vor Abschluss einer Versicherung über seriöse Angebote und bestehende Finanzierungsmodelle, um später keine böse Überraschung zu erleben.

Welche Projekte haben Sie schon umgesetzt?

Sind Sie ein ambitionierter Heimwerker und können unseren Lesern noch Tipps geben? Welche Projekte haben Sie bereits umgesetzt und auf welche Probleme sind Sie dabei gestoßen? Bitte hinterlassen Sie unterhalb des Artikels einen Kommentar. Auf diese Weise können unsere Leser von Ihren Erfahrungen profitieren.

Aufpassen sollten Sie übrigens bei Handwerkern an der Haustür, die Ihnen beispielsweise eine Dachreinigung anbieten.

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