Polizei warnt: Falsche Bankmitarbeiter plündern Konto mit 120.000 Euro


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Aus aktuellen Anlässen warnt die Polizei vor einer Betrugsmasche, die am Telefon stattfindet. Hierbei erfragen die Kriminellen die Bankdaten ihrer Opfer und geben sich als Mitarbeiter des örtlichen Kreditinstitutes aus. Diese nutzen Sie im Anschluss, um das Geld von den Konten abzuheben.

Wir warnen Sie immer wieder vor Anrufen, bei denen sich Kriminelle als andere Personen ausgeben. Derzeit noch aktuell sind beispielsweise die Anruf von den falschen Google-Mitarbeitern. Auch die Masche mit den Microsoft-Mitarbeitern, welche Sie auf einen Virus auf Ihren PC hinweisen, funktioniert immer noch. Selbst im Namen der Verbraucherzentrale rufen die Betrüger an. Mal abgesehen davon, dass sie sich als falsche Polizisten (hier die Maschen im Überblick), Staatsanwälte oder Gerichtsvollzieher ausgeben.

Aber damit mit nicht genug. Die Kriminellen lassen sich immer wieder neue Methoden und Maschen einfallen, mit denen Sie ahnungslose Menschen übers Ohr hauen können. Vor allem betroffen sind ältere Menschen. Diese sind in der Regel nicht so gut informiert, wie jüngere Mitmenschen, die beispielsweise täglich mit dem PC oder dem Smartphone zu tun haben. Deswegen ist es umso wichtiger, dass Sie Ihren älteren Mitbürgern und Nachbarn von dieser neuen Masche erzählen.

Blaulicht

Symbolbild (pixabay.com/geralt)

Fiese Masche: Betrüger rufen Hotelgäste an und fragen nach Kreditkarte

Wieder einmal gibt es eine neue Betrugsmasche: die Kriminellen rufen seit neuestem Hotelgäste an und möchten die Kreditkartennummer erfragen. Dabei geben sie sich als Rezeptionist aus und sprechen von einer Rücküberweisung. Geben Sie keine Daten

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Kriminelle geben sich als Bank-Mitarbeiter aus

Eine der neueren Maschen ist recht simpel, wenn man diese einmal genauer betrachtet. Denn nun sind die Betrüger weder Polizisten noch irgendwelche Beamte, vor denen Sie in der Regel sowieso Respekt haben. Diesmal geben sich die Betrüger als Mitarbeiter Ihrer Bank oder Sparkasse aus. Unter dem Vorwand, dass es angeblich Probleme mit Ihrem Konto gibt, werden Sie von den falschen Mitarbeitern angerufen. Manchmal wird auch die vermeintliche Zusendung einer neuen EC- oder Kreditkarte als Anlass für das Telefonat missbraucht.

Einmal im Gespräch, gleichen die falschen Bankmitarbeiter sensible Daten wie  Kontonummer, Kontostand, Kartennummern und das Geburtsdatum ab. Allerdings handelt es sich um keinen Abgleich, denn die Kriminellen kennen diese Informationen ja noch nicht. Vielmehr wird der Angerufene rhetorisch geschickt abgefragt, meist ohne das er es selbst mitbekommt.

Anschließend versuchen die Täter auf verschiedenen Wegen bei der Bank der Opfer eine Überweisung in Auftrag zu geben. So räumen Sie (je nach Höhe des Überweisungslimits) das Konto leer.

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So gelang es 120.000 Euro über das Onlinebanking zu überweisen

Betrüger optimieren Ihre Maschen permanent, um diese noch effektiver nutzen zu können. Dabei helfen den Kriminellen vor allem viele Informationen, die sie sich womöglich über vorhergehende Anrufe beschaffen. Das Landespolizeipräsidium Saarland berichtet im Dezember 2019 beispielsweise über einen Fall aus Saarbrücken. Geschädigt wurde eine ältere Dame, der insgesamt 120.000 Euro gestohlen wurden. Zunächst bekam die Rentnerin Anrufe von vermeintlichen Gewinnspielfirmen, die offensichtlich zur Informationsbeschaffung dienten. Doch dann kam der falsche Bankmitarbeiter ins Spiel.

  • Per Telefonanruf teilte ein vermeintlicher Mitarbeiter der Hausbank mit, dass es Sicherheitslücken im Online-Banking ihrer Bank gäbe.
  • Mit guter Rhetorik konnte der Betrüger die Seniorin dazu bewegen, dass diese ein vorgegebenes Handy zum Empfang der Push-TAN-Daten auf ihren Onlinebanking-Account registrierte.
  • Dadurch bekam der Betrüger die Verfügungsgewalt über das Konto.
  • In einem ersten Schritt erhöhten die Kriminellen das Überweisungslimit.
  • Anschließend wurden über einen Zeitraum von zwei Wochen mehrere Überweisungen mit jeweils 15.000 Euro auf ein türkisches Bankkonto veranlasst.
  • Die Rentnerin bemerkte den Betrug erst bei der Durchsicht ihrer Kontoauszüge.

Wie können Sie sich schützen?

Das Hauptproblem ist, dass gerade ältere Menschen über die Masche nicht informiert sind. Deshalb ist es ganz wichtig, dass Sie nachfolgende Ratschläge auch zu Menschen ohne Internetverbindung transportieren. Sie selber können verschiedene Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, damit Sie nicht in diese Falle tappen:

  • Geben Sie am Telefon keine persönlichen Daten wie Adresse, Geburtstag, Bankdaten, Zugangsdaten, Passwörter oder ähnliches preis.
  • Lassen Sie sich am Telefon durch den Anrufer nicht unter Druck setzen.
  • Beenden Sie das Telefonat, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt.
  • Rufen Sie Ihre Bank unter der Ihnen bekannten Nummer (keinen Rückruf auslösen) an und fragen Sie dann nach, ob es wirklich Probleme mit Ihrem Konto gibt.
  • Richten Sie bei Ihren Konten ein Überweisungslimit ein. Damit schränken Sie ein, was die Täter an einem Tag von Ihrem Konto überweisen können. (Gegebenenfalls lassen Sie sich dabei von den Bankmitarbeitern helfen)
  • Sollten Sie bereits Opfer geworden sein, erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Beachten Sie unsere Tipps, worauf Sie beim Erstatten der Anzeige achten sollen.

Einen Fall zu dieser Masche meldete das Polizeipräsidium Nordhessen-Kassel im August 2019. Einer 83-Jährigen Frau wurden dabei rund 1.500 Euro entwendet. Im Oktober 2019 warnt die Polizei Höxter in Nordrhein-Westfalen aufgrund neuer Fälle erneut über derartige Betrugsfälle.

Mit einer weiteren neuen Betrugsmasche versuchen Kriminelle durch die Überweisung von einem Cent an Ihr Geld zu gelangen.




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