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Sie sind Finalist: Abo-Verkauf per Werbeanruf nach Gewinnspielteilnahme


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(Quelle: youtube.com/Telefonziege)

Wir warnen vor einem bösartigen Anruf, den viele Nutzer nach der Teilnahme an einem Gewinnspiel im Internet bekommen. Ziel des Anrufes ist es, dass Ihnen ein Abo einer Zeitschrift verkauft wird. Doch das sagt der Anrufer natürlich nicht klar und deutlich. Vielmehr suggeriert er, dass Sie gewonnen haben. 

Immer wieder beschweren sich unsere Leser über unseriöse Telefonanrufe. Der Angerufene wird am Telefon überrumpelt und es werden die Kontodaten entlockt. Genau genommen handelt es sich um einen Werbeanruf zum Verkauf eines Zeitschriftenabos. Das wäre nicht schlimm, wenn der Anrufer nicht mächtig flunkern würde. Hören Sie sich im Video über dem Artikel an, wie solch ein Anruf abläuft. Der YouTube-Kanal „Telefonziege“ warnt mit Telefonmitschnitten vor solchen Anrufen und führt die Callcenter gleichzeitig auf lustige Weise vor. Hier lernen Sie mit Satire und schützen sich so vor unseriösen Werbeanrufern, die nur an Ihr Geld wollen.

Angerufen wird im Namen zahlreicher Unternehmen, darunter oft auch die Firma Mediawelt. Das verwechseln viele Verbraucher mit Media Markt und sind in dem Glauben, mit dem Elektrodiscounter zu sprechen. Der Anrufer teilt mit, dass Sie an einem Gewinnspiel teilgenommen haben und von vielen Tausend Teilnehmern unter den 20 Endfinalisten sind. Doch das ist gleich zu Beginn die erste Lüge, denn derjenige ruft natürlich nicht nur 20 Personen an. Im Gegenteil. Ganze Scharen von Callcentern rufen jeden Nutzer an, der sich bei einem Gewinnspiel anmeldet.

Anschließend sollen Sie motiviert werden und es wird abgefragt, ob Sie lieber Sachpreise in Form von sehr wertintensiven Autos wünschen oder doch lieber den Gegenwert in bar. Sie werden allerdings weder das eine noch das andere gewinnen. Die Fragen dienen hauptsächlich dazu, den Angerufenen zu verwirren und in Gewinnlaune zu bringen. Denn wie immer möchte der Anrufer Ihnen nichts schenken. Nein, er möchte zum Schluss des Gesprächs natürlich an Ihr Geld, was sonst.

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Und dann geht es mit den Unwahrheiten weiter. Angeblich bekommen Sie einen Sponsor, was noch nicht schlimm ist. Dabei handelt es sich um eine Zeitschrift, wie das TV-Magazin Hörzu. Der Sponsor sorgt angeblich dafür, dass Sie für Ihren vermeintlichen Gewinn keine Gewinnsteuer zahlen müssen. Doch das ist alles Unfug. Sie sollen ein Abo abschließen und dafür benötigt der Anrufer Ihre IBAN beziehungsweise Bankverbindung. Das ist die Wahrheit. Wer darauf reinfällt, hat nicht nur seine Bankdaten rausgegeben, sondern auch noch ein Abo abgeschlossen.

Fallen Sie darauf nicht herein. Geben Sie niemals Ihre Bankdaten heraus.

Oft übt der Anrufer noch Druck aus und erpresst Sie mit dem vermeintlichen Gewinn. Nur wenn Sie ein Abo abschließen, können Sie gewinnen. Das ist gelinde gesagt unseriös.

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Diese Probleme bringt die Herausgabe der IBAN mit sich

Grundsätzlich sollten Sie immer daran denken, dass Sie nichts bezahlen müssen, wenn Sie etwas gewonnen haben. Sobald Ihnen jemand einen konkreten Gewinn in Aussicht stellt, wie im Fall des Mediawelt-Anrufes in Form von Autos, Reisen und Gutscheinen, müssen die Alarmglocken schrillen, wenn der Anrufer Geld von Ihnen möchte. Das ist immer unseriös und in den meisten Fällen sollen Sie abgezockt oder betrogen werden. Es könnte sich hier unter Umständen um eine Art des Vorschussbetrugs handeln.

Ein großes Problem nach der Herausgabe der IBAN besteht darin, dass Sie Ihre Bankverbindung unter Umständen an ein unseriöses Callcenter übermittelt haben. Aus Erfahrung wissen wir, dass die Bankverbindungen immer wieder genutzt werden. Haben unseriöse Anbieter einmal Ihre Daten, können diese erneut abbuchen. Wenn Sie das nicht merken, weil Sie den Kontoauszug nicht akribisch kontrollieren, ist das Geld weg.

Deshalb noch einmal unser Rat:

  • Geben Sie niemals die IBAN / Bankverbindung am Telefon heraus.
  • Lassen Sie sich auf keinen Datenabgleich ein.
  • Stimmen Sie einer Aufzeichnung des Gesprächs ankommender Anrufe nicht zu. Diese dient dazu, einen Verkauf nachzuweisen.
  • Seien Sie vorsichtig und werden Sie kein Ja-Sager. Das kann Ihnen zum Verhängnis werden.

Wenn Sie den Eindruck haben, dass es sich um ein seriöses Angebot handelt, dann bitten Sie um Zusendung schriftlicher Informationen. Geben Sie Ihre Anschrift nicht am Telefon heraus. Wer Sie anruft, weil Sie gewonnen haben, der muss Ihre Anschrift kennen. Kennt er sie nicht, handelt es sich womöglich um Betrug.

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Sie haben Ihre Bankdaten rausgegeben?

Leider fallen auch heute noch sehr viele Menschen auf die Tricks der Callcenter herein. Und das, obwohl die Masche seit Jahren durchgezogen wird. Wenn Sie Ihre Bankverbindung versehentlich herausgegeben haben, sollten Sie aktiv werden. Häufig können Sie den Anrufer nicht zurückrufen, da die angezeigte Rufnummer gefälscht ist. Auf jeden Fall sollten Sie einen abgeschlossenen Vertrag oder ein Abo sofort widerrufen, wenn Sie Post in Form einer Auftragsbestätigung bekommen. Dafür können Sie den Musterbrief der Verbraucherzentrale verwenden.

Musterbrief zur Abwehr einer unberechtigten Forderung (wie Zeitschriftenabo)

Ungebetene Anrufer verkaufen am Telefon diverse Produkte wie Abos für Zeitschriften. Oft wird dabei verschwiegen, dass es sich um einen Telefonverkauf handelt. Die Verbraucherzentrale bietet Musterbriefe an, mit denen Sie unberechtigte Forderungen gegenüber Firmen und Inkassodienstleistern

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Sollten Sie keine Auftragsbestätigung bekommen, können Sie auch dann noch widerrufen, wenn Ihnen die Ware zugeht oder die erste Zeitschrift geliefert wird. Im Zweifelsfall sollten Sie sich an die nächste Beratungsstelle der Verbraucherzentrale wenden, um sich dort individuell beraten zu lassen. Das empfehlen wir beispielsweise dann, wenn es um andere Vertragsarten geht, der Musterbrief unpassend ist oder die Firma den Widerruf nicht akzeptiert. Die nächste Beratungsstelle finden Sie hier.

Reichen Sie eine Beschwerde bei der Bundesnetzagentur ein

Gegen derartige unseriöse Geschäftsgebaren können Sie sich auch dann wehren, wenn Sie nicht wissen, wer Sie angerufen hat. Das ist in der Regel der Fall, wenn kein Rückruf möglich ist. Die Zeitschrift bekommen Sie von einem existierenden Unternehmen. Dieses ist unter Umständen für die unseriösen Callcenter verantwortlich, die es mit der Vermarktung der Abos beauftragt. Deshalb sollten Sie unbedingt alle Informationen zu dem Anruf genau aufschreiben und sofort eine Beschwerde bei der Bundesnetzagentur einreichen, wenn Sie das ausführende Unternehmen erfahren. Das kann mit der Auftragsbestätigung oder aber auch mit der Lieferung der Zeitschrift sein.

Lesen Sie, wie die Bundesnetzagentur gegen unseriös werbende Unternehmen vorgeht und welche Informationen Sie für eine Beschwerde benötigen:

Telefonwerbung: Bundesnetzagentur stärkt Verbraucherrechte und verhängt Bußgeld

Werbeanrufe kennen die meisten Verbraucher nur zu gut. Oft sind die Anrufer am Telefon unverschämt, nehmen es mit der Wahrheit nicht so genau oder rufen trotz Verbot immer wieder an. Das nervt nicht nur. Viele

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Berichten Sie von Ihren Erfahrungen und helfen Sie so anderen Lesern

Sie haben ebenfalls unseriöse Werbeanrufe nach der Teilnahme an einem Gewinnspiel bekommen? Bitte berichten Sie in den Kommentaren unterhalb des Artikels über Ihre Erfahrungen. Mit Ihrem Praxisbericht sensibilisieren Sie andere Leser.

Hinweis: Die Anrufer verwenden Firmennamen, bei denen es zu Verwechslungen mit seriösen Firmen kommen kann. Bitte halten Sie von Anrufen bei diesen Firmen Abstand. Sie haben damit nichts zu tun.
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537 Gedanken zu „Sie sind Finalist: Abo-Verkauf per Werbeanruf nach Gewinnspielteilnahme“

  1. Mir wurde der Name der Firma, Name des Mitarbeiters so wie eine Abteilung genannt. Als Kostenträger für das Gewinnspiel wurde mir der Deutsche Verlagshäuser genannt. Abschluss eines Abos, kosten 72,80€. Dann kam die Zeitschrift und ein Reisegutschein der versprochene 500€ Einkaufsgutschein ist bis heute nicht gekommen, stattdessen anscheinend eine Versichierung 3 Monate Gratis… Gewinnverlosung von Bargeld anscheinend am 22.08.21 um 16 Uhr….🤔 das fand ich sehr kurios….kann ich das irgendwie beenden und erstattet bekommen?…
    Ist vermutlich zu spät 😣

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  2. Werte Gemeinde mir ist das o.g. auch passiert. Ich habe meine IBAN nicht preisgegeben aber meine Daten abgeglichen. Mir wurde ein Gewinn von 2×200 € Gutscheinen versprochen. Hierbei handelt es sich um Reisegutschein die erst ab einer Buchung von 1200€ gültig ist. Zudem wurde mir auch nur ein Gutschein im Wert von 100€ zugeschickt. Telefonisch wurde mir versprochen, dass der Vertrag erst mit meiner Unterschrift Gültigkeit hat. Der Brief der mir zugesendet wurde enthilt jedoch nur eine Widerrufserklärung, welche ich binnen 14d zurücksenden zurückschicken sollte. Diesen hatte ich ignoriert da ich nur ein Vertrag gegen Unterschrift abschließe. Nun soll ich für 12 Monatabo zu ca. 160€ zahlen. Auf Rückruf an die PVZ war natürlich dann kein Servicearbeiter zu erreichen.

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  3. Bei mir haben sie sich gerade Mediacon genannt und ich wurde danach nochmal von einem Datenschutzbeauftragten angerufen, damit auch alles für mich sicher ist. Welch Ironie! Wichtig war es wohl, dass man nach der Frage mit der Zeitschrift einfach nur mit „Ja“ antwortet. Ich habe aber geantwortet, dass ich in Bezug mit dem Gewinnspiel damit einverstanden bin. Das war dann nicht brauchbar. Ich wurde dann wieder von einem anderen Mitarbeiter angerufen, angeblich der Vorgesetzte. Ich habe ihm dann gesagt, dass ich mich zwischenzeitlich im Internet informiert und bei Netto angerufen habe und sie alle Betrüger sind. Da wurde er wütend. Ich hab dann gesagt, dass sie meine Daten löschen sollen und mich verabschiedet.

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