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eBay Kleinanzeigen: Neue Betrugsmasche mit Amazon-Gutscheinen, Google Play-Codes und Steam-Karten


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Auf eBay Kleinanzeigen tummeln sich jede Menge Betrüger. Aktuell versuchen diese Kriminellen, ahnungslose Interessenten über den Tisch zu ziehen. Diese sollen mit Amazon-Gutscheinen oder Steam-Karten die Ware bezahlen, die besonders günstig ist. Wir erklären wie die Masche funktioniert und wie Sie sich schützen.

Wir warnen immer wieder vor trickreichen Betrügern auf Kleinanzeigenportalen wie eBay Kleinanzeigen. Diese wollen ahnungslose Käufer oder Verkäufer abzocken. Der Kreaktivität der Kriminellen sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Beispielsweise haben wir vor der Masche mit fingierten Sendungen per Nachnahme berichtet. Außerdem wird nach der Zahlung per PayPal anstelle eines hochwertigen Produktes ein Billigprodukt oder eine Tüte Gummibärchen versendet. Auch mit der PayPal-Zahlungsmethode „Freunde und Familie“ wird abgezockt, Ware mit fingierten Zahlungsbestätigungen ergaunert oder vor Ort mit Falschgeld bezahlt.

Jetzt haben Kriminelle sich wieder einen neuen Trick ausgedacht, der auf eBay Kleinanzeigen gerade angewendet wird. Beschränkt ist er jedoch nicht auf eBay, sondern funktioniert wohl bei den meisten Kleinanzeigenportalen. Aktuell könnten gerade sehr viele Nutzer darauf hereinfallen, da die Betrüger beispielsweise angeben, nicht benötigte Geschenke günstig zu verkaufen.

So läuft die Masche auf eBay Kleinanzeigen mit den Guthabenkarten

Ausgangspunkt ist wie immer ein gutes Angebot. Dabei geht es weniger um günstige Artikel unter 50 Euro. Es handelt sich in der Regel um wertintensive Produkte wie Smartphones, Uhren oder Spielkonsolen beziehungsweise Spiele. Kontakt nehmen die Betrüger entweder direkt mit einem suchenden Interessenten auf eBay Kleinanzeigen auf oder sie stellen selbst ein Angebot in das Portal. Das spielt letztlich keine Rolle.

Schon ziemlich zeitig könnten Sie misstrauisch werden. Denn die vermeintlichen Verkäufer versuchen die Kommunikation mit dem Interessenten außerhalb von eBay zu verlegen. Das läuft bei den meisten Betrugsmaschen so, da die Sicherheitsmechanismen von eBay Kleinanzeigen den Betrug sonst erkennen und den Verkäufer sperren würden. Demnach erhalten Sie von den Kriminellen entweder ein Nachricht per WhatsApp oder eine SMS auf Ihr Smartphone und verhandeln dort weiter.

Heute aktuell: Das müssen Sie gelesen haben:

Der scheinbare Verkäufer bietet Ihnen die Ware sehr günstig an und wünscht die Bezahlung per Amazon-Gutschein, Google Play-Karte oder Steam-Karten. Hier können Sie ein zweites Mal misstrauisch werden. Denn diese Zahlungsart ist nicht nur ungewöhnlich, sondern in der Regel ein Anzeichen für Betrug. Denn Amazon-Gutscheine, Google Play-Codes und Steam-Karten sind nicht für die Bezahlung außerhalb von Amazon, Google beziehungsweise Steam vorgesehen.

Haben Sie die Codes der Gutscheine von Amazon, Google oder Steam einmal durchgegeben, reist der Kontakt zum vermeintlichen Verkäufer ab. Ware wird selbstverständlich nicht geliefert. Auf diese Weise haben Sie das Geld verloren und bekommen den gewünschten Artikel nicht.

Steam-, Google oder Amazon- Guthabenkarten als Geschenkbeilage

Wie Sie schon gelesen haben, lassen sich die Betrüger immer neue Maschen einfallen, um ahnungslose Verbraucher um ihr Geld zu bringen. Derzeit betrügen die Kriminellen Verkäufer. Auch hier findet die Kontaktaufnahme außerhalb der Plattform statt. Die Betrüger geben sich als Kaufinteressenten aus und wollen den Artikel nicht für sich selbst, sondern für einen Verwandten oder Bekannten. Die Zahlung soll mittels Überweisung abgewickelt werden.

Während der Konversation bittet der Betrüger den Verkäufer, noch Guthabenkarten von Steam, Google Play oder Amazon zu besorgen. Diese sollen dann dem Artikel, der als Geschenk gedacht ist, hübsch drapiert beifügen werden. Die Kosten für die Guthabenkarten (meist im Wert von 100-150 Euro), werden selbstverständlich mit dem Kaufpreis überwiesen.

An dieser Stelle bittet der Käufer, um einen Beweis für die Existenz der Guthabenkarten. Diesen soll der Verkäufer aber nicht gegenüber dem Käufer erbringen. An dieser Stelle meldet sich die Bank des Käufers beim Verkäufer und versichert, dass das Geld bereits angewiesen wurde. Es fehle nur noch Foto der Guthabenkarten zur Verifizierung. Auf diesem Bild müssen die Codes zu sehen sein. Bringen Sie an dieser Stelle Ihre berechtigten Zweifel an, werden Ihnen herzzerreißende Geschichten präsentiert, die alles glaubhaft machen. Ist das Foto von den Guthabenkarten bei den Kriminellen angekommen, werden die Codes sofort eingelöst und das Geld ist weg. Eine Überweisung gibt es natürlich auch nicht.

Wie können Sie sich vor dieser Masche schützen?

Wir können an dieser Stelle nur an die grundsätzlichen Sicherheitsmaßnahmen erinnern. Wenn Sie die nachfolgenden Hinweise beachten, können Sie nicht abgezockt werden:

  • Kommunizieren Sie mit dem Käufer oder Verkäufer nur über die Nachrichtenfunktion des jeweiligen Kleinanzeigenportals.
  • Tauschen Sie Nachrichten niemals außerhalb des Portals via WhatsApp, SMS oder E-Mail aus.
  • Leisten Sie niemals Vorkasse, da Sie den anderen Partner nicht kennen. Lassen Sie sich auch nicht auf Nachnahme-Sendungen ein.
  • Tauschen Sie Ware und Geld immer persönlich vor Ort.
  • Bezahlen Sie auf keinen Fall mit Gutscheinen von anderen Anbietern. Diese sind kein Zahlungsmittel.
  • Übermitteln Sie niemals Codes von Guthabenkarten an Ihnen unbekannte Personen.
  • Lassen Sie die Hände von Angeboten, die unglaublich günstig sind. Diese gibt es in der Regel nicht.

Wurden Sie auf eBay Kleinanzeigen oder anderen Portalen schon betrogen?

Wir möchten andere Nutzer vor allen Betrugsmaschen warnen, damit das Internet ein etwas sicherer Ort wird. Bitte senden Sie uns eine E-Mail an [email protected] und erläutern Sie, wie Sie betrogen wurden oder woran Sie den Betrug erkannt haben. Alternativ können Sie sich unterhalb des Artikels über die Kommentare anonym mit anderen Nutzern austauschen.

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10 Gedanken zu „eBay Kleinanzeigen: Neue Betrugsmasche mit Amazon-Gutscheinen, Google Play-Codes und Steam-Karten“

  1. Sollte heute eine steam geschenkkarte zusätzlich zu meinem verkaufsartikel von 4eur kinderschuhen legen.generell sollte man bei nigerianischer mobilnummer (+234) und aufreizendem blondinenprofilbild skeptisch werden..niederträchtig diese betrugsmaschinerien

    Antworten
  2. Bei mir wurde als Verkäufer auch die Geschenkartenmasche ausprobiert.
    Kontakt sollte nur über Whatsapp erfolgen.
    Wurden skeptisch! Seit ich auf die Kommunikation auf Ebay-Kleinanzeigen umsteigen wollte und die Bezahlfunktion nutzen wollte,
    meldet sich keiner mehr.
    Nutzername Ebay: Osby
    Handynummer: +1(414)368-0315

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  3. Bei mir wurde heute auch die Amazon-Geschenkkarte versucht bei Ebay Kleinanzeigen. Ich sollte für einen englischsprachigen Mann, der wohl einen Cousin in Deutschland hat, einen 150€ Amazon Gutschein beilegen. Er wollte mit mir auch über WhatsApp schreiben. Habe ihm meine Email für Paypal gegeben und er hat mir auch eine Fake E-Mail von Paypal geschickt, wo er angeblich dass Geld überwiesen hätte. War natürlich nicht so. War noch leichtgläubig und habe es am Anfang geglaubt aber dann sollte man irgendwann merken, dass es komisch ist. Einfach nicht mehr antworten und die Email löschen!

    Antworten
  4. Bei mir wurde heute die Geschenkbeigaben-Masche versucht. Als von Natur aus skeptischer Mensch habe ich den Betrug relativ schnell bemerkt und einfach ein bisschen mitgespielt. Als ich geschrieben habe, dass ich von seiner Bank das Geld erhalten habe wurde der Dialog richtig unterhaltsam… 🙂

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    • Heute bei mir auch so. Relativ uninteressantes Ersatzteil-Produkt wurde mit Bitte um „Geschenk von 150 EUR Steam-Wallet“ Karten bei Aldi Süd erworben… Schnelle Internetrecherche und den Käufer drauf hingewiesen, dass er ein „Ar***loch“ ist und schon kam der Kauf nicht zustande 😉

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    • Heute bei mir auch so. Relativ uninteressantes Ersatzteil-Produkt wurde mit Bitte um „Geschenk von 150 EUR Steam-Wallet“ Karten bei Aldi Süd erworben… Interessant war, dass er die Adresse von einem anderen Kleinanzeigen-Anbieter eingesetzt hat. Schnelle Internetrecherche und den Käufer drauf hingewiesen, dass er ein „Ar***loch“ ist und schon kam der Kauf nicht zustande 😉

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    • ich bin heute auch auf so eine Masche reingefallen – mittlerweile droht mir der Typ mit „Wenn du das Auto morgen nicht schickst..Ich weiß, was zu tun ist“ oder auch „Ich kann dir das FBI schicken“
      er hatte mir auch angeblichen Personalausweis zur Sicherheit geschickt (was aber nur eine Driver-License) war … nachdem ich was von Polizei erwähnte meinte er „Hast du der Polizei meinen Führerschein gegeben?“

      ich hoffe das ganze erledigt sich nun … der Typ tritt übrigens unter der Mobil-Nr. +234 812 348 7208 als Mason Robert auf, das Geschenk soll an einen angeblichen Neffen Lewis Frédéric Sharman in München geschickt werden.

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    • hallo,
      gerade hab ich auch wieder eine anfrage bei whatsapp mit der geschenkbeigabe und dem cousin in germany. was kann man denn da eigentlich nachhaltig tun, als einfach nur sich nicht betrügen lassen?

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  5. Wirklich schlimm was zur Zeit auf den Verkaufsplattformen los ist… und PayPal gilt hier leider schon lange nicht mehr als Allheilmittel gegen Betrug, weshalb auch immer mehr vertrauensvolle Leute auf eine Abwicklung über PayPal verzichten. Als sichere Alternative zu PayPal empfehle ich persönlich einen Mittelsmann / Treuhandservice wie „swap-that“ einzuschalten. Dabei wird die Ware bevor sie zum Käufer geschickt wird, von den jeweiligen Dienstleister kontrolliert und überprüft und erst an den Käufer weitergeschickt, wenn alles ordnungsgemäß war und der Betrag bezahlt wurde. Hierdurch kann das Risiko eines Betrugs um ein vielfaches gemindert werden.

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