Hamsterkäufe bei Lebensmitteln: Keine Lieferengpässe im Einzelhandel


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In sozialen Netzwerken und Kettenbriefen auf WhatsApp wird es behauptet, aber es stimmt nicht. Angeblich schließen Lebensmitteldiscounter bald. Diese Fake-Information führt zu Hamsterkäufen. Die Fotos leerer Regale gehen durch die sozialen Netzwerke. Wie sicher ist die Lebensmittelversorgung zum aktuellen Zeitpunkt? Ist es sinnvoll, Lebensmittel zu horten?

Ständig müssen wir über neue Kettenbriefe auf WhatsApp oder dubiose Sprachnachrichten auf WhatsApp berichten, die frei erfunden sind und die Menschen in Panik versetzen sollen. Auch auf Facebook wird dieser Unfug gepostet. Zeigen Sie den Menschen die diesen Unsinn in die Welt setzen wo es lang geht. Missachten Sie diese Informationen. Jetzt kommt es auf Menschlichkeit und Solidarität an und nicht auf Falschinformationen. Immer wieder werden Menschen zum Horten von Lebensmitteln aufgerufen, weil die Discounter angeblich bald schließen. Zum heutigen Zeitpunkt ist das Unsinn.

Die Nachfrage der Verbraucher nach haltbaren Lebensmitteln und Desinfektionsmitteln hat seit Beginn der Coronakrise stark zugenommen. Versorgungsprobleme sind aber nicht zu befürchten. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presseagentur (dpa) bei den führenden Lebensmittelhändlern. Lidl berichtete über eine erhöhte Nachfrage nach Konserven, Nudeln, Desinfektionsmitteln und auch Toilettenpapier. Rewe stellte ebenfalls eine erhöhte Nachfrage durch seine Kundschaft fest, befürchtet aber keine Engpässe bei der Versorgung.

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Trotzdem habe der Konzern die Zahl der Anlieferungen durch den Großhandel erhöht, so eine Sprecherin des Unternehmens. Kaufland und real äußerten sich in ähnlicher Weise. Aldi Süd sagte, auch die stark abverkauften Warenbestände werden bei den regulären Belieferungen wieder ergänzt. Ähnlich äußerte sich der Bundesverband des deutschen Lebensmittelhandels. Nach seiner Auffassung ist die Versorgung der Bevölkerung gesichert. Logistik und Transport funktionierten ohne Probleme. Auch der Import aus dem Ausland von Waren des täglichen Bedarfs sei nicht beeinträchtigt.

Die Lebensmittelversorgung ist weiterhin gesichert

In den letzten Tagen hatten Berichte über Hamsterkäufe zunehmend für zusätzliche Verunsicherung gesorgt. Nachdem Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel bereits seit Tagen nicht mehr verfügbar waren und Berichte über die Quarantänemaßnahmen in Italien dort zu Hamsterkäufen geführt hatten, gab es auch in Deutschland in einigen Städten ähnliche Phänomene. So berichtet der SWR Fernsehen, dass sich die Kunden in Supermärkten und bei Discountern mit Lebensmitteln eindecken.

Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (waz) weiß von Hamsterkäufen, der Berliner Rundfunk kann ein ähnliches Verhalten der Kunden feststellen. In der gesamten Medienlandschaft werden aber Vorratseinkäufe über ein vernünftiges Maß hinaus als überflüssig bezeichnet. Zwar ist grundsätzlich das Anlegen von Lebensmittelreserven für 10 bis 14 Tage sinnvoll und verantwortungsvoll, Grund zur Sorge um die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung besteht in der aktuellen Situation allerdings nicht.

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Edeka gibt auf Facebook Entwarnung

Der Lebensmittelhändler Edeka hat sich auf Facebook zu Wort gemeldet. Das Unternehmen teilt mit, dass die Versorgung mit Lebensmitteln bundesweit sichergestellt ist. Es gibt zwar in einigen Sortimentsbereichen eine erhöhte Nachfrage. Das stellt allerdings nicht die Versorgung der Bevölkerung in Frage.

Warnung vor Fake News im Zusammenhang mit dem Corona-Virus
Aus aktuellem Anlass möchten wir klarstellen: Die Versorgung der EDEKA-Märkte und damit unserer Kundinnen und Kunden mit Lebensmitteln ist weiterhin bundesweit sichergestellt! Wir beobachten zwar, dass es in einigen Sortimentsbereichen, etwa haltbaren Lebensmitteln wie Nudeln und Konserven oder auch Hygieneprodukten, zu einer erhöhten Nachfrage kommt. Dennoch können wir die tägliche Belieferung der Märkte mit ausreichend Ware über unsere Logistikzentren weiterhin gewährleisten. Auch stehen aktuell keinerlei Einschränkungen der Öffnungszeiten bevor. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten mit großem Einsatz daran, unsere gewohnten Angebote und Leistungen aufrechtzuerhalten.

Aktuell kursieren Gerüchte in den Sozialen Medien, wonach die Bundesregierung angeblich weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens plane. So wird beispielsweise in einer Sprachnachricht auf Whats-App vor einer unmittelbar bevorstehenden Schließung von Lebensmittelmärkten bzw. einem eingeschränkten Angebot gewarnt – auch mit direktem Bezug auf EDEKA. Diese Gerüchte sind falsch und entbehren jeder Grundlage! Das Bundesgesundheitsministerium hat sich dazu heute Mittag wie folgt geäußert: „Achtung Fake News! Es wird behauptet und rasch verbreitet, das Bundesministerium für Gesundheit/die Bundesregierung würde bald massive weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens ankündigen. Das stimmt NICHT! Diese und ähnliche Falschinformationen verunsichern gerade viele Bürgerinnen und Bürger. Bitte helfen Sie mit, ihre Verbreitung zu stoppen.“ Bitte lassen auch Sie sich nicht von solchen Gerüchten verunsichern und vertrauen Sie im Zusammenhang mit Maßnahmen zur Corona-Epidemie ausschließlich auf die offiziellen Hinweise der zuständigen Behörden bzw. der Bundes- und Länderministerien.Edeka auf Facebook am 14.03.2020

Kaufland gibt ebenfalls Entwarnung

Immer wieder kommt es zu Hamsterkäufen, weil in sozialen Netzwerken das Gerücht verbreitet wird, dass die Lebensmittelketten bald schließen oder nur noch reduziert geöffnet haben. Die Informationen sind in der Regel frei erfunden. Zu erkennen ist das allein schon an der Wortwahl der ungeübten Verfasser, die sehr ungelenk ist. Falschinformationen sind leicht zu erkennen: Sie werden einerseits anonym veröffentlicht. Andererseits beginnen diese meist so unkonkret wie möglich: „Die Freundin einer Freundin kennt jemanden, der von einem Bekannten gehört hat, dass …“. Ganz abgesehen von der Ausdrucksweise, die oft unterirdisch ist.

Glauben Sie den Unfug nicht. Kaufland hat dazu offiziell wie folgt Stellung genommen:

Beim ganzen Corona-Trubel kommt es gerade vermehrt zu Falschmeldungen. Aktuell geht das Gerücht um, dass Kaufland-Filialen schließen. Lasst euch nicht verrückt machen: Unsere Märkte haben regulär für euch auf!Kaufland auf Facebook am 13.03.2020

Verkäuferinnen und Verkäufer brauchen Unterstützung und Dankbarkeit

Immer öfter sind in Supermärkten Kunden zu beobachten, die offensichtlich keine gute Kinderstube hatten. Sie beschweren sich bei den Verkäuferinnen und Verkäufern, weil ein Produkt einmal nicht vorhanden ist oder weil sie nicht hamstern können. Oft sind Beschimpfungen zu hören. 

Gerade in diesen Zeiten wäre es angebracht, wenn Kunden gegenüber dem Verkaufspersonal im Einzelhandel Dankbarkeit und Anerkennung zeigen und diese soweit es geht unterstützen. Da reichen oft schon normales Benehmen und höfliche Umgangsformen aus. Schließlich sind es die Verkäuferinnen und Verkäufer die für die Kunden da sind. Wären diesen genauso ängstlich und uneinsichtig wie viele Hamsterer, wären die Geschäfte tatsächlich schon geschlossen. 

Dubiose Nachrichten über WhatsApp und Soziale Netzwerke verbreiten Angst

Wir haben vor einigen Kettenbriefen gewarnt, die zu einer Verunsicherung der Bevölkerung beitragen und letztlich zu Hamsterkäufen führen können. Zahlreiche Bürger sind verunsichert. Seit Ausbruch des Coronavirus SARS-CoV-2 kursieren diese Nachrichten vermehrt in den sozialen Medien. Da verbreiten vermeintliche Ärztetipps falsche Ratschläge und Zwiebeln sollen plötzlich bei der Heilung des Coronavirus helfen. Dagegen verbreiten andere Varianten echte Panik. Denn in der Sprachnachricht zu Covid-19 wird auf die Angst der Menschen gesetzt. Neuerdings ist sogar von schulfrei und arbeitsfrei für alle Bürger die Rede, was natürlich alles nicht stimmt und frei erfunden ist.


Melden Sie dubiose Nachrichten bei uns

Falls auch Sie dubiose E-Mails oder WhatsApp-Nachrichten erhalten, dann können Sie diese zur Prüfung an unsere Redaktion weiterleiten. Sie erreichen unsere Redaktion für Ihre Fragen oder zur Überprüfung von dubiosen Meldungen per E-Mail unter [email protected] und per WhatsApp-Chat unter 03054909774

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