IKEA Fake-Mails: Diese Nachrichten sind Spam, Betrug oder eine Falle


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IKEA Symbolbild
Symbolbild (Bild von mastrminda auf Pixabay )

Im Namen des schwedischen Möbelhauses werden seit Jahren gefälschte E-Mails versendet. Meist gelangen Sie zu einem Datensammler oder in die Kostenfalle. Wir zeigen, welche E-Mails nicht von IKEA verschickt werden.

Immer wenn Sie eine überraschende E-Mail bekommen, sollten Sie besonders misstrauisch sein. Das gilt erst recht, wenn Ihnen ein Geschenk oder ein hochwertiger Preis offeriert wird. Schon oft haben wir über E-Mails berichtet, die Ihnen scheinbar Geld für Ihre Einkäufe (Geschenkkarten, Einkaufsgutscheine)  in diversen Discountern und Supermärkten versprechen. Doch oft verbergen sich hinter diesen Angeboten keine Gewinne, sondern Fallen und Datensammler.

Die Nachrichten erwecken zwar den Eindruck, dass diese von IKEA stammen. Fakt ist jedoch, dass IKEA nichts mit dem Versand der E-Mails oder mit dem Gewinnspiel zu tun hat. Die Spam-Nachrichten werden oft von Drittunternehmen versendet, die für jeden Klick auf den Link Geld bekommen. Und am Ende landen Sie nicht bei IKEA, sondern auf Webseiten von Datensammlern.


Haben Sie das schon gesehen?

Wir warnen: Klicken Sie keine Links in unaufgefordert zugesandten E-Mails an und geben Sie keine persönlichen Daten ein. Wir raten zudem davon ab, auf die E-Mails zu antworten.

Um diese vermeintlichen Preise geht es in den Fake-Mails:

  • 500€ Geschenkkarte für IKEA
  • Smartphone, iPhone, Macbook Pro

Übersicht der Fake-Mails im Namen von IKEA

Das große IKEA-Logo und die bekannten Farben sollen oft den Eindruck erwecken, dass das schwedische Möbelhaus tatsächlich hinter der Aktion steht. In einigen krassen Fällen kommt hinzu, dass der Absender der E-Mail gefälscht wird und Sie dort tatsächlich IKEA lesen. Wir warnen nachfolgend vor E-Mails, die entweder in die Werbefalle oder sogar in eine Kostenfalle führen.

Falls Sie eine Fake-Mail im Namen von IKEA mit einem anderen Absender erhalten haben, dann leiten Sie uns die E-Mail bitte an [email protected] weiter. Alternativ posten Sie den Text unterhalb des Artikels in den Kommentaren. So warnen Sie andere Nutzer am schnellsten.

AktuellArchivBetreffzeilenAbsender
18.05.2020 Wir Verschenken Einen Geschenkkarte Kostenlos von Ikea 75

Die Links in der Spam-Mail führen zu dem Datensammler Green Flamingo UG. Ziel des Anbieters ist es, Ihre persönlichen Daten einzusammeln und an andere Unternehmen für Werbezwecke zu verkaufen. Falls Sie teilgenommen haben und es sich später anders überlegen, können Sie die erteilte Werbeeinwilligung bei Green Flamingo widerrufen.

WIR VERSCHENKEN EINEN
500€ GESCHENKKARTE
KOSTENLOS

Hallo,
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2020-02-19 IKEA Spam Mail Wir verschenken einen 500€ geschenkkarte
(Quelle: Screenshot)
06.04.2020 Glückwunsch ..., Du hast Dich qualifiziert von IKEA

Diese E-Mail führt Sie direkt in eine Abofalle. Scheinbar sollen Sie nur einen geringen Betrag für Versandkosten bezahlen. Tatsächlich schließen Sie jedoch ein Abo ab und sollen über 50 Euro pro Monat bezahlen.

Hallo IKEA Käufer …,

Wir haben 250 Konsumenten aus Deutschland, um an einer kurzen Befragung von Ikea teilzunehmen. Alle Teilnehmer werden (1) optionale Belohnung erhalten. Sie haben die Wahl zwischen Elektronikartikeln und vielem mehr.

Wir möchten das Shoppingerlebnis unserer Kunden in DEINER UMGEBUNG verbessern. Dafür benötigen wir Deine Meinung. Bitte hilf uns und füll unsere einminütige Umfrage aus.

Ihr einmaliger Bonuscode lautet : IKDE20

Du hast Dich qualifiziert, falls Deine E-Mail-Adresse unten aufgelistet ist.

2020-03-13 IKEA Spam Fake-Mail Abofalle
(Quelle: Screenshot)

Die nachfolgenden Betreffzeilen werden besonders häufig verwendet:

  • Wir verschenken einen 500€ geschenkkarte
  • Wir Verschenken Einen Geschenkkarte Kostenlos

Nachfolgend listen wir auf, von welchen Absendern und E-Mail-Adressen die Fake-Mails versendet werden. Teilweise werden E-Mail-Adressen als Absender verwendet, die von beliebigen Privatpersonen oder Unternehmen stammen. Dabei handelt es sich um Datenmissbrauch. Die Inhaber dieser E-Mail-Adressen haben mit dem Versand der Nachrichten nichts zu tun.

  • Ikea 75

Was passiert, wenn Sie Ihre Daten eingeben?

Nach einem Klick auf den Link in den E-Mails gelangen Sie nicht zu IKEA. Vielmehr werden Sie auf dubiose Webseiten geleitet, die aufgrund ihrer optischen Gestaltung den Eindruck erwecken, dass diese von IKEA stammen. Tatsächlich gelangen Sie jedoch in vielen Fällen auf die Webseite von Datensammlern.

Mit der Eingabe Ihrer persönlichen Daten auf der Gewinnspielseite erteilen Sie dem Gewinnspielveranstalter eine Werbeerlaubnis. Das bedeutet, dass dieser Ihre Daten für den Versand von Werbung nutzen und Ihre persönlichen Informationen an andere Unternehmen verkaufen darf. Sie müssen sich also auf viel Werbung per Post, E-MailSMS und auf Werbeanrufe einstellen. Sind Ihre Daten einmal im Umlauf, wird es schwer diese wieder zurückzuholen.

Nach der Teilnahme an derartigen Gewinnspielen im Internet bekommen viele Verbraucher einen Anruf. Angeblich hätten sie etwas gewonnen und sind unter den Finalisten für den Hauptpreis. Oft geht es beispielsweise um einen Reisegutschein oder Einkaufsgutschein. Bei der Gelegenheit wird Ihnen mit einer Lüge allerdings ein Abo für eine Zeitschrift untergejubelt. Wie das genau funktioniert, lesen Sie in unserem Artikel „Sie sind Finalist“ .

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E-Mails locken in eine Abofalle

Immer häufiger werden ahnungslose Verbraucher über Werbe-Mails in eine Abofalle gelockt. Zunächst wird dem vermeintlich glücklichen Gewinner suggeriert, dass er einen wertvollen Preis bekommt. Er muss nur die Versandkosten bezahlen. Doch genau hier lauert die Kostenfalle. Tatsächlich wird Ihre Kreditkarte nämlich für den Abschluss eines Abos auf einer meist unbekannten Webseite abgeschlossen. Die angeblichen Versandkosten zahlen Sie für eine kurze Probemitgliedschaft von 1 bis 3 Tagen. Danach müssen Sie den vollen Preis bezahlen, der meist um die 50 Euro monatlich liegt. Doch das bekommen viele Verbraucher erst viel zu spät mit, wenn das Geld bereits abgebucht ist.

Wenn Sie versehentlich teilgenommen und Ihre Kreditkartendaten eingegeben haben, sollten Sie schnellstmöglich reagieren:


Ist der Klick auf den Link in der Werbe-Mail schon gefährlich?

Ja, denn Sie wissen vorher gar nicht, welche Webseite geöffnet wird. Es besteht auch die Möglichkeit, dass Sie nach dem Klick in der E-Mail bei einem anderen Datensammler oder gar auf eine Webseite mit einer Abofalle oder Schadsoftware geleitet werden. Der Initiator der E-Mail entscheidet allein, auf welche Webseite er Sie weiterleitet.

Unser Rat bei derartigen E-Mails ist immer wieder, dass Sie ganz exakt lesen und sich nicht von großen Buttons und großer Schrift sowie vielversprechenden Betreffzeilen locken lassen.

Was sollten Sie mit den E-Mails tun?

Solchen E-Mails sollten Sie niemals öffnen. Wir empfehlen, die E-Mail ungelesen zu löschen beziehungsweise in den Spam-Ordner zu verschieben, nicht zu antworten und den Links nicht zu folgen.

Der Spam-Filter Ihres E-Mail-Anbieters lernt unter Umständen mit jeder E-Mail dazu, die Sie ihm zur Verfügung stellen. Deshalb ist es oft besser, wenn Sie die Nachricht nicht löschen, sondern als Spam markieren. Dann bekommen Sie zukünftig weniger unerwünschte E-Mails in Ihren Posteingang. Was es dabei zu beachten gibt, erfahren Sie in unseren Spam-Filter-Anleitungen.


IKEA Spam melden

Sie haben in Ihrem Postfach auch eine E-Mail von IKEA, die Sie sich nicht erklären können oder die vollkommen unerwartet kommt? Wenn Sie eine Fälschung vermuten, können Sie die Nachricht direkt bei uns melden. Leiten Sie die E-Mail einfach an [email protected], eine SMS beziehungsweise WhatsApp-Nachricht an unsere WhatsApp-Nummer 03054909774 weiter. Wir werden die Nachricht prüfen und unsere Leser zeitnah warnen. Bei Bedarf geben wir Ihnen auch gern eine Rückmeldung, ob es sich um Spam oder Phishing handelt.

Haben Sie Fragen zu Fake-Mails im Namen von IKEA?

Ihre Fragen können Sie uns über die Kommentare unterhalb des Artikels zukommen lassen. Wir werden diese so schnell als möglich beantworten. Alternativ erhalten Sie dort Tipps von anderen Lesern, die sich mit dem Thema schon beschäftigt haben.

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