Job-Scamming: Was ist das und welche Gefahren lauern hier?


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Hätten Sie gern einen Nebenverdienst, den Sie bequem von zu Hause aus erledigen könnten, nicht viel machen müssten und dafür eine gute Bezahlung erhalten? Diese Voraussetzungen erfüllen einige Jobs, die im Internet angeboten werden. Doch sind diese Angebote seriös oder zahlen Sie am Ende drauf?

Angebote für Arbeit kommen in der heutigen Zeit nicht mehr nur vom Jobcenter. In Jobbörsen, in Kleinanzeigenmärkten und auf den Webseiten von Arbeitsvermittlern im Internet, können Sie sich über angebotenen Stellen informieren. Doch nicht alle Angebote sind auch seriös. Im Netz tauchen immer wieder Webseiten dubioser Firmen auf, die scheinbar lukrative Stellen ausschreiben.

Hin und wieder werden auch die Namen bekannter Firmen für die Stellenausschreibungen missbraucht. So haben wir in der Vergangenheit über Angebote für eine Karriere bei der DHL oder als Produkttester bei der Stiftung Warentest berichtet, die sich nach unserer Überprüfung als Fälschung herausgestellt haben. Seit Monaten entstehen zudem fast täglich neue Webseiten, die Mitarbeiter als App-Tester und ähnliches in Heimarbeit suchen. Aber was bezwecken die Betrüger mit solchen Stellenanzeigen?

Was steckt hinter den Stellenangeboten?

Die Angebote sind geschickt in Szene gesetzt. Ein namhafter Arbeitgeber und ein hohes Gehalt, für das man nicht viel tun muss. Hinzu kommt ein wichtiger Bonus. Der Job wird aus dem heimischen Wohnzimmer in Heimarbeit erledigt. Also ein wahrer Traumjob, der sich in vielen Fällen zu einem Alp-Traumjob entpuppen wird.

Bei einer Bewerbung ist es üblich, persönliche Daten an den neuen Arbeitgeber zu übermitteln. Bei Stellenangeboten im Internet wissen Sie allerdings nicht wirklich, an wen Sie gerade Ihre Daten gesendet haben. Sind die Hintermänner sogenannten Datensammler? Oder sind es Betrüger, die Ihre Daten für kriminelle Zwecke missbrauchen?

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Was passiert, wenn Sie den Job annehmen?

In vielen Fällen läuft der Kontakt per E-Mail. Je nachdem, was die Cyberkriminellen mit Ihnen vorhaben, fragen sie persönliche Daten ab. Das geht bis zur Kopie von Ihrem Personalausweis oder Reisepass. Nachdem Sie Ihre Daten übermittelt haben, erhalten Sie die Anweisungen und Beschreibungen Ihrer neuen Tätigkeit.

Die bekanntesten Stellenangebote sind die eines Produkt- oder Softwaretesters. Getestet wird natürlich geheim. Niemand soll die Überprüfung enttarnen und alles soll so natürlich wie möglich ablaufen. Sie müssen ja schließlich am Ende des Tests eine Bewertung abgeben. Die Vorgesetzten der zu prüfenden Firmen haben ihn ja schließlich in Auftrag gegeben und sind eingeweiht. Diese verschwörerischen Anweisungen sind von den Betrügern natürlich so gewollt. Denn Sie testen nicht etwa das Post- oder Video-Identverfahren einer Onlinebank oder eines Kreditgebers. Nein, Sie schließen hier echte Verträge ab. Die dreisten Betrüger teilen Ihnen mit fadenscheinigen Begründungen sogar mit, dass Sie ein Konto eröffnen. Aber auch hier räumen die wortgewandten Betrüger jeden Zweifel aus. So erging es einer Frau aus Bayern. Sie wurde Opfer dieser Betrugsmasche.

Haben Sie das schon gesehen?

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Was passiert nach den angeblichen Tests?

Wenn die Betrüger ihr Ziel erreicht haben, bricht der Kontakt in den meisten Fällen ab. Die abgeschlossenen Verträge laufen auf Ihren Namen weiter. Sie werden nicht wie versprochen innerhalb kürzester Zeit von der eingeweihten Firma storniert. Denn die weiß von keinem Test.

Konten werden in vielen Fällen genutzt, um Fakeshops oder gefälschte Auktionen zu betreiben. Die Opfer aus diesen Straftaten zahlen ihr Geld auf das Konto ein, erhalten aber keine Ware. Die Betrüger überweisen die „Einnahmen“ sofort weiter ins Ausland oder wandeln sie in eine Kryptowährung um. Nach einiger Zeit wird durch die Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden festgestellt, dass Sie Inhaber(in) dieses Kontos sind. Haben Sie vom Betrug nichts mitbekommen und keine Anzeige bei der Polizei erstattet, wird nun auch gegen Sie ermittelt. Im schlimmsten Fall kommen zivilrechtliche Geldforderungen der anderen Opfer auf Sie zu.


Was können Sie als Opfer dieser Masche tun?

Ist der Schwindel aufgeflogen, sollten Sie so schnell wie möglich eine Anzeige bei der Polizei erstatten. Das ist in vielen Fällen auch online möglich. Möchten Sie lieber zu einer Polizeidienststelle gehen, sollten Sie unsere Hinweise beachten, wie Sie sich bei der Erstattung einer Anzeige bei der Polizei verhalten sollten. Danach müssen Sie mit der Bank oder dem Kreditinstitut Kontakt aufnehmen. Tun Sie das auch in dieser Reihenfolge. Die Firmen werden in der Regel erst tätig, wenn Sie einen Nachweis für eine polizeiliche Anzeige erbringen können.

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